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Andere Länder, andere Sitten

Autor Nachricht
Verfasst am: 24.01.14 14:15
Gamba
Themenersteller
Dabei seit: 20.09.2012
Beiträge: 129
Hallo,

wie der Titel schon sagt, in anderen Ländern werden die Dinge oft anders angegangen.
Was gefällt euch in anderen Ländern besser als zu Hause?
z.B. sowas wie das Allemansrecht in Skandinavien, die Kaffeflatrate bei Statoil in Norwegen, die Gastfreundschaft in arabischen Ländern oder so Dinge wie die Stehtoiletten in südlichen Ländern (einfach viel hygienischer).

Da einige hier im Forum ja schon weit gereist sind, schreibt mal was euch wo gut gefallen hat.
Wo könnten wir uns ne Scheibe von abschneiden? Wo haben sich eure anfänglichen Vorurteile ins Gegenteil gewandelt?


Gruß Gamba
Verfasst am: 24.01.14 16:14
klausi33
Dabei seit: 05.12.2012
Beiträge: 3862
Russland:

Da haben sich wirklich viele Vorurteile gewandelt.
Höfliche und hilfsbereite Menschen.
Kommen und fragen ob sie helfen können.

Einladungen zu Essen und Vodka

Monglei:
da sowieso, aber das ist ein ganz anders Thema…..



www.klausmotorreise.com
Verfasst am: 25.01.14 20:09
Uwe_der_Mittelhesse
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 362
.
Polen:
Überwiegend sehr freundliche Menschen, die sehr am übrigen Europa interessiert sind. Egal ob junge oder alte Leute, direkte Ablehnung habe ich nie erlebt. Gastfreundschaft wird sehr groß geschrieben.
Das Vorurteil mit dem erhöhten Diebstahlrisiko kann ich bis jetzt überhaupt nicht bestätigen. Es gibt dort natürlich Regionen, in denen auch die Einheimischen vorsichtig sind. Das kennen wir ja aus Deutschland auch.
Die polnische Küche ist eine Wucht! Da fällt es schwer ohne "Mehrbelastung" den Rückweg anzutretenicon_smile.gif Der Lebensstandard ist je nach Region sehr unterschiedlich. Es gibt sehr viel arme Gegenden, aber auch sehr wohlhabende Teile. Oft liegt das Haus an Haus nebeneinander.

Skandinavien:
Insgesamt auch sehr nette Menschen. Nördlich des Polarkreises wird es einsamer und die Menschen sind daher etwas zurückgezogener. Man kann ihr Vertrauen aber schnell gewinnen, wenn man sich benimmt.
Sehr hohe Lebenshaltungskosten. Das Wetter ist oft sehr instabil.

http://mittelhessen.transalp.de/images/wir/uwe_galerie.jpg
Zwei Räder, zwei Zylinder. Was braucht man mehr?!icon_smile.gif
-Mit dem Auto bewege ich meinen Körper, mit dem Motorrad meine Seele-
Verfasst am: 25.01.14 20:40
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 4113
Spanien:
Was mich wirklich positiv überrascht hat, ist die extrem disziplinierte Fahrweise aller Verkehrsteilnehmer ... was manchmal halt auch sehr mühsam werden kann.

Zum Beispiel wird dort kilometerlang bei durchgezogener Sperrlinie hinter Traktoren gekrochen ... andererseits hab ich dort niemals erlebt, dass Kurven durch Autofahrer geschnitten werden und die Dosen einem kaum jenen Platz lassen, den man zum Leben braucht - was ja in AUT,IT,D u. FR sehr, sehr häufig passiert.

Albanien:
Trotz großer Armut große Gastfreundschaft. Bzgl. Eigentumsdelikten haben wir auch keine bösen Erfahrungen gemacht.

Selbiges gilt auch für Rumänien und Bulgarien.

DIe Straßenzustände (und da mein ich jetzt nicht absichtlich gesuchte Schoterpisten) sind tlw. schon recht grausig. In Bulgarien hats mir beim unbeabsichtigten Durchfahren eines Schlagloches 5! Speichen des Hinterrades abgerissen.

Verfasst am: 25.01.14 21:57
FrankRD11
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 434
Das ist immer so ´ne Sache wenn man auf Tour ist.

Meistens bekommt man ja nur "Momentaufnahmen" der Länder von ein paar Tagen oder Wochen. Und "schwarze Schafe" gibt es natürlich auch überall - genau so wie positive Menschen und super Begegnungen und Erlebnisse. Deshalb sind die Eindrücke zwangsläufig sehr subjektiv und nicht allgemeingültig.
Die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen auf meinen Touren habe ich (subjektiv) in diesen Ländern erlebt:

Syrien
Jordanien
Ostanatolien
Kosovo
(In dieser Reihenfolge)

In Albanien und Bulgarien war ich jeweils dreimal und hätte die Länder vor einem Jahr evt. auch noch auf die Liste gesetzt. (incl. Rumänien) Hatte bislang auch immer gute Erfahrungen mit den Ländern. Aber nach unserer letztjährigen Reise muss ich sagen dass man in Bulgarien auch nicht überall sein Motorrad bedenkenlos (über Nacht) an die Strasse stellen sollte. Es gibt Orte da muss man sich nicht wundern wenn am nächsten Morgen die Karre weg ist.
Die Albaner (meine nicht Kosovo) sind auch zu 95% sehr freundlich und hilfsbereit. Aber auch hier gibt es z.B. Kinderbanden die es auf alleinreisende Moppedfahrer angelegt haben.
(Forenmitglied "ralf_ausm_Spessart" könnte euch hierzu mehr erzählen, er hatte Pech und ist auf eine solche Kinderbande gestossen)

Aber grundsätzlich sind Albanien und Bulgarien auch völlig unproblematisch zu bereisen, man muss aber etwas die Augen aufhalten, und überlegen wo man z.B. Nachts parkt.
Man bekommt irgendwann ein "Bauchgefühl" dafür wo es safe ist und wo nicht.

Grundsätzlich sind alle Balkanländer ein schönes Reiseziel, und mit einem gesunden Menschenverstand auch unproblematisch zu bereisen.

Gruß: Frank


Verfasst am: 26.01.14 10:24
schrauberchen
Dabei seit: 25.08.2013
Beiträge: 46
"klausi33" schrieb:

Russland:

Da haben sich wirklich viele Vorurteile gewandelt.
Höfliche und hilfsbereite Menschen.



Volle Zustimmung !

Ausnahme: Verkäuferinnen + Kellnerinnen
Der Kunde/Gast ist Schuld daran, daß die arbeiten müssen ... dementsprechend wird man behandelt.
Verfasst am: 26.01.14 11:03
klausi33
Dabei seit: 05.12.2012
Beiträge: 3862
"schrauberchen" schrieb:

"klausi33" schrieb:

Russland:

Da haben sich wirklich viele Vorurteile gewandelt.
Höfliche und hilfsbereite Menschen.



Volle Zustimmung !

Ausnahme: Verkäuferinnen + Kellnerinnen
Der Kunde/Gast ist Schuld daran, daß die arbeiten müssen ... dementsprechend wird man behandelt.



Das war auch mein erster Eindruck.

Der hat sich aber schnell gewandelt, ich denke die haben oft Unsicherheit wenn Sie einen nicht wirklich verstehen.

Ich hab oft dann mit Händen und Füßen geredet wie zB Ham & Eggs bestellt, Hühner imitiert usw,.
Da war dann meist großer Lacher angesagt, die sind zusammengelaufen, waren plötzlich urfreundlich und haben sogar dort bedient wo nur Selbstbedienung ist.
Auch in den Kaufläden, wenn ich zu verstehen gegeben habe, ich kenne mich nicht aus und brauche Hilfe, waren die Anfangs griesgrämigen Bedienerinnen immer freundlich und hilfsbereit.

Und öfters habe ich dann noch irgendein kleines Geschenk zum Einkauf bekommen.



www.klausmotorreise.com
Verfasst am: 26.01.14 11:16
Bud62
Dabei seit: 09.09.2012
Beiträge: 387
"varakurt" schrieb:

Spanien:
Was mich wirklich positiv überrascht hat, ist die extrem disziplinierte Fahrweise aller Verkehrsteilnehmer ... was manchmal halt auch sehr mühsam werden kann.

Zum Beispiel wird dort kilometerlang bei durchgezogener Sperrlinie hinter Traktoren gekrochen ... andererseits hab ich dort niemals erlebt, dass Kurven durch Autofahrer geschnitten werden und die Dosen einem kaum jenen Platz lassen, den man zum Leben braucht - was ja in AUT,IT,D u. FR sehr, sehr häufig passiert.

Albanien:
Trotz großer Armut große Gastfreundschaft. Bzgl. Eigentumsdelikten haben wir auch keine bösen Erfahrungen gemacht.

Selbiges gilt auch für Rumänien und Bulgarien.

DIe Straßenzustände (und da mein ich jetzt nicht absichtlich gesuchte Schoterpisten) sind tlw. schon recht grausig. In Bulgarien hats mir beim unbeabsichtigten Durchfahren eines Schlagloches 5! Speichen des Hinterrades abgerissen.


Betr. Spanien : Wenn man weiß was es kostet über eine durchgezogene Linie zu fahren bleibt man dizipliniert . Ich bin da 100 € für losgeworden ,seitdem fahre ich auch diziplinierter .


www.Endurotrips.eu/