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Tourenbekleidung

Autor Nachricht
Verfasst am: 12.06.18 23:42
MadBlue
Themenersteller
Dabei seit: 17.12.2012
Beiträge: 431
Hallo zusammen,

ich würde gerne meine Tourenbekleidung aktualisieren.
Für schlechtes Wetter habe ich noch eine etwa 10 Jahre alte Reusch-Textil-Leder-Kombi... die ist von der Verarbeitung her top, aber leider zu alt...

Vor etwa zwei Jahren habe ich mir bei Polo die Pharao 1.0 Sommer/Tourenkombi zugelegt... insbesondere die Belüftungsmöglichkeiten machen sich hier echt gut... Ledereinsäte gibt es aber leider nur im Schritt und so komm ich mir dann teilweise doch etwas schutzlos vor...

Meist fahre ich eher Tagestouren... alle Paar Monate geht es auch mal für mehrere Tage am Stück weg. Aber nur ins Europäische Umland. Keine Afrika-Safari. ;)

Langer Rede kurzer sinn: ich suche eher was für's warme Wetter, ordentlich verarbeitet und im Notfall einigermaßen Wasserfest.
Habt Ihr Tipps was ich mir ansehen kann? Worauf sollte ich bei der Auswahl achten? Was macht Sinn und was ist eher Unsinn?

Sören
Verfasst am: 13.06.18 08:26
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 3831
Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Konzept der aus- u. einzippbaren Goretexmembranen nicht optimal ist - zumindest für mich.

Auf den ersten Blick schaut es toll aus, dass man da einerseits eine Sommerkombi hat und bei Bedarf nur den Goretexlayer einzippen muss um wasserdicht unterwegs zu sein. Und das funktioniert ja auch, wenn sich das Wetter tageweise verändern würde.

Aber oft ist es so, dass halt Wetteränderungen im Laufe eines Tages erfolgen, oder man halt wo durch einen Regenschauer durch muss.

Und wer bitte bleibt da am Straßenrand stehen und zieht sich Stiefel und seine Hose aus um die Goretexmembran rein zu zippen? Bei der Jacke ist das ja noch machbar ... aber bei der Hose??? Also nimmt man zu den Goretexlayern zumeist auch eine Regenkombi mit.

Könnte man sich eigentlich die Goretexsachen auch sparen.

Also ich rate inzwischen von solchen Kombis ab.

jm2c

Verfasst am: 13.06.18 08:48
MadBlue
Themenersteller
Dabei seit: 17.12.2012
Beiträge: 431
Huhu,

da ist sicher was dran...
Ich hab die Innenfutter bisher eigentlich nie mitgenommen (bzw. wenn dann im Reisegepäck), sondern wenn, dann bereits vor der Fahrt angelegt.

Tragekomfort, Thermalamagement und Sicherheit sind für mich definitiv wichtiger als Wasserdichtigkeit. Sobald es stärker Regnet, schaue ich idR. ohnehin das ich nicht mehr auf dem Bock sitze...

Mir fehlt aktuell aber generell etwas die Orientierung.
Reusch scheint zZ. nicht mehr wirklich vertrieben zu werden. Bei den Alternativen bin ich mir oft nicht sicher was sie taugen. Die Beratung im Laden ist da idR. auch keine große Hilfe. Die haben zwar einen guten blick dafür was passt und was nicht, können einem auch alle Features erklären. Aber eine ehrliche Meinung zur Qualität hört man nicht. (Sonst wär sich wohl auch nicht auf die Pharao Sommer-Kombi "reingefallen"...)

Auch einiges in Sachen Vergleich Textil gegen Leder macht mich unsicher... aber gerade im Tourenbereich gibt es kaum Leder-Klamotten...

Grüße,
Sören
Verfasst am: 13.06.18 10:06
ta-rider
Dabei seit: 23.09.2011
Beiträge: 535
Naja wer Sicherheit will darf nicht Motorrad fahren. Sonntagsfahrer bringen sich an schönen Wochenenden selbst mit voller Schutzausrüstung um. Sicherheit heisst nicht möglichst viele Protektoren sondern möglichst viel erFAHRung. Autofahrer denen es an Erfahrung auf dem Motorrad fehlt, sollten daher auch an schönen Wochenenden lieber Auto fahren.

Gerade auf längerne Touren ist der Komfort beim zelten sehr wichtig. Hier scheiden Protektorklamotten aus. Diese sorgen eh nicht für mehr Sicherheit sondern im Sommer eher für einen Hitzeschlag des Fahrers und sind damit gefährlich. Auch sollte man in Dritteweltländern nicht aussehen wie Geld auf Beinen, sonst wird man genau so behandelt. Kleider machen Leute.

Am meisten Sinn macht nach wie vor das Zwiebelprinzip. Ganz normale Alltagsklamotten für den Tag auf Arbeit oder die Wanderung im Urlaub darüber je nach Jahreszeit einen Pulli dann eine Jacke und bei Regen oder Schnee Regenzeug. Das obere Zeug lässt man nach der Ankunft einfach im Topcase statt sich wie BMW Fahrer schwitzend durch die Fussgängerzonen zu quählen :D

http://www.youtube.com/watch?v=0sAAUTC2GYE
Verfasst am: 13.06.18 10:31
MadBlue
Themenersteller
Dabei seit: 17.12.2012
Beiträge: 431
Sorry, da gehe ich nicht mit...
Sich nur in Alltags-Straßenkleidung auf's Mopped zu selten ist für mich jedenfalls keine Option. Egal wieviele Zwiebelschichten ich mir drüber werfe.
Und da es im europäischem Umland nicht so viele 3-Weltländer gibt, hab ich auch keinen allzu großen Inkognito-drang.

Ausreichend Reflektorflächen, Ventilation, sowie Reib- und Reißfestigkeit falls man mal ans rutschen kommt sollten mEn. mindestens drin sein.

Erfahrung hin oder her... ich bin jetzt über 10 Jahre mit'm Mopped unterwegs und bin mir sicher: Wer glaubt er habe soviel Erfahrung, dass ihm keine Fahrfehler unterlaufen können sowie die Fahrfehler anderer 100%ig kompensierbar sind... dem unterstelle ich mal, das ihm definitiv einiges an Erfahrung fehlt... ;)

Sören

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.2018 um 10:32.]
Verfasst am: 13.06.18 10:36
bot-sai-59
Dabei seit: 08.01.2013
Beiträge: 7
Moin,
ich sehe das genau so. Ein paar grundsätzliche Klamotten, welche gut passen und gefallen und dann etwas darüber oder darunter ziehen. Ich bevorzuge fast immer Leder, oben und unten, habe dann eine Regenkombi mit und ziehe differenzierte Wäsche darunter.
Gerade sind wir in Norwegen unterwegs mit allen Wettern. Hatten auch schon Dauerregen und ~25 Grad, funktioniert wie immer super.
Gruß Tobias.
Verfasst am: 13.06.18 10:54
Kaid1
Dabei seit: 25.01.2017
Beiträge: 46
Ich meine auch das Sicherheit schon wichtig ist. Den ausgiebigsten Test findest du wohl hier https://www.timetoride.de/ausruestung/bekleidung/, die Klamotten sind aber leider auch etwas teuer.

MfG Kai

XL-600-VR PD06 / 1994
Verfasst am: 13.06.18 12:04
ta-rider
Dabei seit: 23.09.2011
Beiträge: 535
Sicherheit muss nicht teuer sein http://www.motorradonline.de/motorradhelme/produkttest-guenstige-integralhelme/90599 Güstige Bekleidung erfüllt meist die gleichen Normen. Absolute Sicherheit gibt es nicht dafür einen lustigen Film über die typisch deutsche "German Angst" :D
Verfasst am: 13.06.18 12:31
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 3831
"ta-rider" schrieb:

Naja wer Sicherheit will darf nicht Motorrad fahren. Sonntagsfahrer bringen sich an schönen Wochenenden selbst mit voller Schutzausrüstung um. Sicherheit heisst nicht möglichst viele Protektoren sondern möglichst viel erFAHRung. Autofahrer denen es an Erfahrung auf dem Motorrad fehlt, sollten daher auch an schönen Wochenenden lieber Auto fahren.

Gerade auf längerne Touren ist der Komfort beim zelten sehr wichtig. Hier scheiden Protektorklamotten aus. Diese sorgen eh nicht für mehr Sicherheit sondern im Sommer eher für einen Hitzeschlag des Fahrers und sind damit gefährlich. Auch sollte man in Dritteweltländern nicht aussehen wie Geld auf Beinen, sonst wird man genau so behandelt. Kleider machen Leute.



DAS ist mal wieder echter Bullshit!

Ein Autofahrer, der einen gerade mal 0,8 Sekunden Reaktionszeit lässt um auf ein, durch ihn verursachtes Manöver, das zu einem Unfall führt, mit Erfahrung zu reagieren ist schlichtweg unmöglich ... auch für den allererfahrensten und wirklichen und echten Motorradfahrer.

Und hätte ich bei dem darauf folgendem Unfall nicht meine Protektoren gehabt, dann wäre ich wohl heute ab den Schultern abwärts gelähmt oder gar tot.

Und nicht die Protektoren verursachen Hitzestau, sondern die, auch bei Temperaturen > 25°C getragenen Goretexmembranen.

Außerdem geht nicht jeder Motorradfahrer am Ende seiner Tour in ein Zelt. Viele suchen sich einfach ein Zimmer, ziehen dann, nach dem duschen ein gemütliches Gewand an und lassen die Motorradklamotten ordentlich auslüften um nicht schon am dritten Tag zu stinken wie ein Iltis.

Und in 3. Welt-Länder fahren auch nicht so viele ... Mag schon sein, dass man sich für dort ein anderes Outfit zulegen sollte ... das machen aber wohl auch nur echte, wirkliche Motorradfahrer.

Und verschone uns mit deinen Plattitüden gegen BMW und deren Fahrer ... das von dir gesagte trifft auch auf Honda-, Triumph-, Yamaha- und alle anderen Fahrer zu.

Verfasst am: 13.06.18 13:34
Michael1972
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 6038
"ta-rider" schrieb:

Sicherheit muss nicht teuer sein http://www.motorradonline.de/motorradhelme/produkttest-guenstige-integralhelme/90599 Güstige Bekleidung erfüllt meist die gleichen Normen. Absolute Sicherheit gibt es nicht dafür einen lustigen Film über die typisch deutsche "German Angst" :D

Sicher erfüllt es die Norm, sonst dürfte es garnicht verkauft werden. Wenn man so Billigkram mal ausprobiert, kommt man durchaus zum Schluss, dass die Norm wohl eher sehr tief angesetzt ist und das nahezu jeder Mist erfüllt.