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Bremssattel PD10 gleich RD10 ???

Autor Nachricht
Verfasst am: 09.06.16 22:11
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
Moin,

komme gerade aus meiner Garage und ärgere mir den Wolf !

Wollte "mal eben" hinten Beläge wechseln und wieder ist dieses verfluchte Käppchen, diese Schmutzkappe über dem Stift, den man rausschrauben muss , um die Beläge heraus zubekommen, festgerostet.

KEINE Chance, weder mit Rostlöser, noch mit heiß machen,

Beim letzten mal vorne konnte ich das ausbohren, dieses mal ging es schief, der Sattel ist im "ArXsch".

Ich brauche definitv einen neuen.

Lt Louis sind die Bremsbelaäge für eine PD10 Bj 1997 und eine RD10 auch 2001 wohl identisch, die haben identische Artikelnummern,

Sind die hinteren Bremssätteal auch identisch ???

Kann ich in der PD10 hinten einen Sattel aus einer RD10 (XL650) einbauen, den kann ich nämlich günstig gebraucht bekommen,

Gruß Tom




[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.06.2016 um 23:05.]

in dies inevitabiliter numerus illorum qui culum meum lingent (lat. Lebensweisheit)
wer mich kennt, der mag mich, wer mich nicht mag, kennt mich nicht.
Verfasst am: 10.06.16 01:06
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
So, ich bin einen Schritt weiter gekommen.


JEIN, sie passen und passen auch wieder nicht.

Die Halterung an der Schwinge past nicht, der (Sattel vermutlich) am alten Halter, aber die Anschluß der Bremsleitung und der entlüftung sind vertauscht. Wenn man die Bremsleitung der RD10 benutzt, wird es vermutlich passen.

Die Sättel der PD06 und der PD10 sind dagegen identisch.

Habe jetzt einen für eine PD10 Bj1998 gebruahct in den Niederlanden bestellt. 63 EUR, das ist zu verkraften.

Neu ist der UVP irgendwas um die 375 EUR, die angebote für neue Bremssättel incl des Halters liegen im Netzt zwischen 248 und 371 EUR.

Gruß Tom


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Verfasst am: 10.06.16 07:17
Michael1972
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 6634
hät Dir einen schönen für weniger verkauft, da musste nix in Holland holenicon_smile.gif
Verfasst am: 10.06.16 09:20
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 4067
Ein Tipp zu den Madenschrauben ... Ich drehe die immer nur leicht bis zum Anschlag ein, und dann ca. 1/8 - 1/4 Umdrehung wieder zurück. So ist mir noch keine Schraube festgegangen. Dieses Prozedere mache ich, seit dem mir bei einem VR-Bremssattel mal sowas passiert ist wie dir jetzt.

Und sollte so eine Madenschraube mal verloren gehen, ist das auch kein Beinbruch ... den Haltebolzen verliert man nicht so schnell und die Madenschraube ist in der Nachbeschaffung deutlich günstiger wie ein Bremssattel.

Beim Haltebolzen mache ich es übrigens auch so wie bei den Madenschrauben, weil auch hier habe ich mir schon mal den Innensechskant ruiniert, weil er nicht mehr zu lösen war.

Verfasst am: 10.06.16 23:50
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
Danke Michael, egal, jetzt ist er schon verschick.

Vorne habe ich die mit richtig viel CU-Paste eingesetzt, die gehen sofort los.

Das werde ich dann hinten auch wieder tun,



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Verfasst am: 11.06.16 00:26
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1569
"TransalpTom" schrieb:


....

KEINE Chance, weder mit Rostlöser, noch mit heiß machen,

Beim letzten mal vorne konnte ich das ausbohren, dieses mal ging es schief, der Sattel ist im "ArXsch".

Ich brauche definitv einen neuen.

...




... das ist zwar jetzt alles gelaufen, aber du hast nicht geschrieben, besser abgebildet, was denn überhaupt kaputt gegangen ist.
Ich habe schon so manchen Sattel wieder auf Vordermann gebracht, der dieses Problem hatte.
Dazu gehört das nötige Equipement und halt auch eine Portion Erfahrung und ein bisschen Glück.

Die Quintessenz sind "Zentrierstücke", die ein Abgleiten von Bohrern verhindern, eine Einspannvorrichtung mit zugehöriger Ständer-Bohrmaschine. Meine Zentrierstücke drehe ich mir selbst und ich habe auch schon an Forumsmitglieder verschickt, bislang haben alle damit vollen Erfolg gehabt, obwohl meistens frei mit der Hand gebohrt (mein Respekt!).
Festsitzende Kolben habe ich bislang alle knacken können, die drücke ich mit einem umgebauten HandbremsHauptzylinder raus.

Also bring mal ein Bild von der Schadensstelle, schaun mer mol, ob doch noch was zu retten ist. Kannste dann ggf. als Reserve ins Regal legen.
Um Missverständnissen entgegen zu wirken: ich mache das rein privat zum Spaß, kostet nichts, gibt aber auch keine Garantie. Ersatz von Material- und Frachtkosten erwarte ich aber schon ... auch wenns schief geht.

H.
Verfasst am: 11.06.16 09:43
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
Danke Horst, für's Angebot.

Aber die zerbohrte Stelle ist nicht mehr zu retten und der Bremssattel danach meiner Zerstörungswut zum Opfer gefallen.

Ich hatte das schon in einen Maschinenschraubstock eingespannt und dann mit einer Standbohrmaschine gemacht, das Problem war, dass ich das mit dem Linksausdreher probiert hatte, der dann abgebrochen ist, daher konnte der Bohrer das nicht mehr zentriert ausbohren.

Egal, ein Jugenkumpel von mir hat eine Motorradwerkstatt und hat mir gestern gesagt, er hat dafür einen Speziellen Boher sat, mit dem er gegen den Uhrzeigersinn bohren kann, dann nimmt der letzte der Bohrer auch den Rest aus dem Gewinde mit.

Beim letzten mal hat es bei mir mit dem Aufbohren am vorderen Sattel auch funktioniert.

Ich setze die neue Kappe jetzt richtig fett mit CU-Paste ein, so wie vorne auch.

Aber gut zu wissen, daß Du da helfen kannst, ich habe ja noch mehr Motorräder,

Aus dem alten Sattel habe ich mit nur die Einzelteile weg gelegt. Der Sattel selbst ging in den Schrott.


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Verfasst am: 11.06.16 10:14
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1569
Jooooh, so Wutanfälle könnte man manchmal bekommen ....icon_wink.gif))

Nennt sich Linksbohrer und kosten nicht viel mehr als die normalen rechtsgängigen.
Die Linksbohrer haben auch den Vorteil, dass sie die verbockte Schraube o.ä. während dem Drehen in die richtige Richtung bearbeiten. Ich habe es schon mehrfach gehabt, dass das vermurkste Stück sich dann eines Besseren besonnen und freiwillig mit rausgedreht hat.
Aber wie schon geschrieben, der wichtigste Punkt ist die Zentrierung und da tut so ein Zentrierstück Wunder. Damit kann man bis auf wenige Zehntel Millimeter bis an das Gewinde ran bohren, den Rest bekommt man dann mit einer Stahlnadel raus.
Ganz blöd ist es, wenn man bei der Aktion den Sitz des Haltebolzen anbohrt. Ist aber normalerweise insoweit unkritisch und reparabel, als dass man mit einigen Wicklungen 0,8 - 1,0 mm Radio-Lot das wieder aufbauen kann, wenn noch ca die Hälfte stehen geblieben ist; einfach einpressen und gut ist. Evtl muss man es beim nächsten Belagwechsel auffrischen, wenn es sich beim Bolzen raus drehen gelöst hat. Ich habe das erst einmal gemacht und die Lot-Packung ist immer noch drin in dem betroffenen Sattel.

Dann bis zum nächsten Mal, wobei ich für Dich erhoffe, dass das nicht nötig wird.

Gruß
Horst

PS wenn Du da mal wieder in ähnliche Verlegenheit kommen solltest, kannst Du Dir auch selbst helfen: die üblichen Bremsleitungs-Hohlschrauben passen in des Gewinde. Schaft abschneiden in den Kopf mit einem Zentrierbohrer möglichst auf der Drehbank, Standbohrmaschine reicht aber auch, ein Loch bohren. erst mal 6 mm, das ist ca der Durchmesser von dem verknaddelten Inbus; dann weiter mit 1/2 mm-Schritten bis ca 8,5 - 8,7 mm (9 mm ist schon zuviel, da kommt man schon ins Gewinde) und den Rest popeln.
Meine Zentrierstücke sind aus einem härterem Stahl, die Führungsbohrung leiert sich nicht so schnell aus oder bohrt sich auf, ansonsten ists gleich.
Gute Erfahrungen habe ich auch schon mit stumpfen (!!!) HM-Bohrern gemacht. Der Schaft ist dünner als das Plättchen, das Zentrierstück muss man halt erst in die B-Maschine einspannen. Dann einfach ganz langsam links laufen lassen. Ein Versuch ist es wert.

Ach ja, gute Schutzhandschuhe sind etwas wert!
Verfasst am: 17.06.16 00:04
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
So, alles wieder im Lot.

Der Bremssattel aus NL war schon in recht gutem Zustand.
Habe ihn trotzdem auseinander genommen, ultraschallgereinigt und den Kolben poliert, sieht jetzt aus wie neu.
Da waren Beläge drauf, die hatten gute 95% Belagstärke, habe sie auf einer Glasplatte über schmirgen abgezogen.

Probefahrt ist zu meiner Zufriedenheit ausgefallen.

Wenn ich jetzt die Beläge mal mit 32 EUR rechne (die neuen, nicht benötigten kann ich ja jetzt umtauschen) hat mich der Ärger 30 EUR gekostet, das ist Überschaubar.

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