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Bremssattel Staubkappe festgerostet

Autor Nachricht
Verfasst am: 19.08.14 21:24
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
Moin, kriege gerade das große KotXXX ...

Habe mir neue Reifen für die TA gekauft und das Vorderrad wieder eingebaut, da schleft die Bremse. Nun will ich die Sättel gängig machen und dazu alles reinigen und die Beläge herausnehmen. Da ist ein Führungsstift eingeschraubt, der die Beläge hält, davor ist eine Staubkappe eingeschraubt. links bekam ich diese auch los, hatte das vor 2 Jahren schonmal gereinigt und dann die Kappe vorsoglich mit Montagepaste eingedreht. Rechts ging die vor 2 Jahren schon nicht los. Ich habe ALLES versucht.

- Röstlöser
- mit Brenner heiß gemacht
- mit Zange oder Schraubendreher
- mit Schraubendreher und Hammer geklopft
- ein Loch reingebohrt und mit Schraubenausdreher versucht

Jetztiger Stand: Die Staubkappe ist bis auf 7mm aufgebohrt, das Gewinde demnach noch nicht beschädigt, der dahinter liegende Stift mit Innensechskant hat jetzt keinen Innensechskant mehr, der ist dem Bohrer zum Opfer gefallen.

Wie bekomme ich diese verflXXX Kappe und den Stift raus, wegen so einem Mist kann ich doch keine neuen Sattel kaufen...

- Wer weiß Rat ?
- Wer hat einen rechten Sattel für eine PD10 Bj 1997 ?

Danke, Tom

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.2014 um 21:31.]

in dies inevitabiliter numerus illorum qui culum meum lingent (lat. Lebensweisheit)
wer mich kennt, der mag mich, wer mich nicht mag, kennt mich nicht.
Verfasst am: 19.08.14 22:12
Michael1972
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 6636
Kenn ich bist nicht der erste der sich über den Scheiss aufregt. Was bisher gut ging war ein hochwertiger Schlitzschraubendreher passende Grösse, mit Sechskant am Schaft und Ringschlüssel. Dann volles Gewicht auf den Griff geben und mit dem Ringschlüssel aufdrehen.
Leider ischs ja bei Dir dafür zu spät. Den Stift kriegste ohne Inbus dann auch kaum mehr raus. Vermutlich passend aufbohren und vorsichtig mit nem Gewindebohrer den Rest rausholen, lieber bisl kleiner paar Zehntel als das normale Kernloch bohren.
Die Stifte würde ich gegen neue ersetzen aber nicht mehr die von der PD10 sondern von der RD13 ohne die scheiss Schlitzkappe, länger herausstehend und mit Sechskant aber leider auch aus weichem Material aber besser als die Inbus Mistdinger.

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.2014 um 22:16.]
Verfasst am: 19.08.14 23:06
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
Danke, ich werde dann morgen mal den Kopf von den Stift abbohren, das müßte mit dem 7er gehen und dann den Stift durchschlagen, den Rest vorsichtig aufbohren und dann M10x1 neu schneiden. Jung, junge, was für eine SchXXXe.

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Verfasst am: 20.08.14 00:58
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1569
"TransalpTom" schrieb:

Danke, ich werde dann morgen mal den Kopf von den Stift abbohren, das müßte mit dem 7er gehen und dann den Stift durchschlagen, den Rest vorsichtig aufbohren und dann M10x1 neu schneiden. Jung, junge, was für eine SchXXXe.


... ich habe letzte Woche für den gleichen Schxxx 2 Tage gebraucht, um den verdammten Bockmist einer schottischen Werkstatt wieder gerade zu bügeln!

Seh zu, dass Du den Sattel unter eine Ständerbohrmaschine bekommst, Freihand ist ein böses Vabanque-Spiel.
Wenn Dein Stöpsel hoffentlich zentrisch gebohrt ist, kannst Du ihn sehr gut als Zentriereinrichtung verwenden.
Der Inbus hat Gr. 5 mm, eine satte Bohrung incl. aller Ecken wäre 6 mm.
Wenn Du nun schon mit einem 7er rangegangen bist, hast Du schon Fleisch ausgebohrt und die Stiftdicke des Belagstifts ist nun mal 6 mm; d.h. mit einem 7er Bohrer erweiterst Du schon den konischen Sitz des Bolzens. - Vorausgesetzt, die Abmessungen bei Deiner PD10 sind so wie bei meiner PD06 -

Dein Notanker sollte zunächst mal sein, mit einen passenden TORX, ggf. leicht linksdrehend angeschliffen, und gut eingeschlagen links rum aufdrehen. Ideal wäre es, wenn Du mit einer Ständerbohrmaschine arbeiten kannst und Druck auf das Bit ausüben könntest, damit es nicht schräg verkantet und raus hupft. Sonst möglichst guten Schlagschrauber verwenden.
Nächste Stufe wäre ein Links-Bohrer, ich nehme dazu einen Hartmetallbohrer, ebenfalls mit großer Kraft einpressen und ganz langsam drehen; der soll nicht bohren, sondern sich mit seinen Flanken festbeißen!
Bei meinem Sattel war alles zu spät, die Werkstatt hat schon Freihand durchgebohrt und der (stumpfe) Bohrer ist ausgewandert und hat Fleisch vom Sattel mitgenommen.
Und das wäre dann die letzte Stufe, den Bolzen so zentrisch wie möglich in kleinen Schritten aufbohren, dass das Gewinde im Sattel unter keinen Umständen beschädigt wird. Da gibt es NICHTS zum NACHSCHNEIDEN!!! Das ist Alu und der Bolzen Stahl, wenn das aus der Richtung läuft, frisst es das Alu und der Stahl bleibt.
Besorg Dir für den Fall gute Einschnitt-Gewindebohrer in den Größen (ca) 10/1, 9,5/1, 9/1, 8,7/1.
Wenn die Kernbohrung nahe den 9 mm ist, schneidest Du von Hand (gutes Windeisen!) mit den 3 10ern erst einen Übergang von dem Gewinde im Sattel in das Bohrloch im Rest-Stift, damit Du einen Anfang hast und die Gewindegänge im Gleichschritt sind. Wenn der Übergang gut genug ist, kannst Du dann mit den kleineren Gewindebohrern anfangen, das Bohrloch von innen mit den Gewindeschneidern rauszufräsen. Im Idealfall macht es irgendwann "Bäng" und der Rest vom alten Bolzen-Gewinde ist geknackt und das Alu vom Sattel ist noch i.O.

Wenn Du werkzeugmäßig nicht entsprechend ausgestattet bist oder irgendwo Zugang hast, schickst mir mal ne PN.

H.

Verfasst am: 20.08.14 07:25
PeterRabe
Dabei seit: 25.06.2011
Beiträge: 140
Hallo Tom, das Problem mit den Stift hatte ich auch schon. Nach dem ich die Staubkappe raus hatte habe ich den freiliegenden Teil des Stiftes an zwei Seiten etwas gerade geschliffen und mit einer guten Gripzange dann letztendlich heraus drehen können. Dazu muss man den Bremssattel natürlich gut fixieren können.

Gruß
Peter
Verfasst am: 20.08.14 09:37
ManniTA91
Dabei seit: 07.08.2011
Beiträge: 1326
Ist zwar keine Hilfe zum Ausbau, aber ich hab als Staubschutzkapp einen abgeschnittenen Stift verwendet.
Die so entstandene Madenschraube mit 5er Inbus eignet sich hervorragend als Staubkappe.

viele Grüße
Manni
Verfasst am: 20.08.14 18:46
TransalpTom
Themenersteller
Dabei seit: 22.03.2012
Beiträge: 282
Update:

nachdem ich es auch schon mit Schraubenausdreher probiert hatte, habe ich heute morgen den Stift zersägt, so konnte ich schonmal die Bremsbeläge entnehmen und den Teil des Stiftes der am anderen Ende nur eingesetzt ist mit einem Durschlagdorn durchschlagen. Die Staubkappe habe ich ausgebohrt und ebenso den Kopf der Schraube, den Rest ebenfalls mit dem Dorn durchgeschlagen und auf 8,5mm aufgebohrt. Dann habe ich den Sattel mit zur Arbeit genommen. Nebenan ist eine Lkw Werkstatt, dort habe ich dann mit einem Gewindeschneider das 10x1 Gewinde nachgeschnitten und dann konnte ich endlich die Reste der Schraube und des Staubkappe rauspopeln. Jetzt habe ich mir erstmal zwei neue Stifte und zwei neue Kappen bestellt, die werden dann aber mit Montagepaste eingesetzt, damit sich das nicht mehr festfrist.

Über die Alternative mit den Schrauben könnte ich mal nachdenken ...

Danke für Eure Ideen, Ratschläge und Hilfe !!!

Der Tom

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.2014 um 18:48.]

in dies inevitabiliter numerus illorum qui culum meum lingent (lat. Lebensweisheit)
wer mich kennt, der mag mich, wer mich nicht mag, kennt mich nicht.
Verfasst am: 20.08.14 19:02
Bla
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 215
Eine weitere Alternative wäre das Erodieren (quasi das Gegenteil vom Schweißen) gewesen. Hat mir eine Werkstatt angeboten, nachdem ich vor Kurzem den Stift meiner hinteren Bremse vermuckt habe. So hätten sie schon mehrere Sättel gerettet. Kosten +40€. Letztendlich habe ich eine komplette hintere Bremsanlage für 40€ bekommen und nun ein paar Ersatzteile mehr.

88er und 94er PD06
Verfasst am: 20.08.14 19:11
ManniTA91
Dabei seit: 07.08.2011
Beiträge: 1326
"TransalpTom" schrieb:

die werden dann aber mit Montagepaste eingesetzt, damit sich das nicht mehr festfrist.



Und viel wichtiger zieh sie nur gaaaaaaaaaanz leicht fest. 2 bis 3 Nm sollten da ausreichend sein.
Ich weiß nicht was ein Handbuch sagt, aber eingepastete sind mir auch schon fest geworden.

viele Grüße
Manni
Verfasst am: 20.08.14 23:02
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1569
WHB sagt, Stifte vorne/hinten je 15 - 20 Nm, die Kappen 2 - 3 Nm.


H.