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fehlende Leistung nach Umschalten auf Reserve

Autor Nachricht
Verfasst am: 16.08.18 21:47
Lukas311
Themenersteller
Dabei seit: 19.06.2018
Beiträge: 6
Hallo Gemeinde. Ich habe seit eben folgendes Problem: Während der Fahrt kündigte leichtes Ruckeln mangelnden Sprit an. Ich also rechts ran (während der Fahrt habe ich mich das nicht getraut) und auf Reserve umgestellt. Dann wollte ich weiter und musste feststellen, dass ich nur eine VMax von 70 - 80 km/h hatte. Ich bin dann zur nächsten Tanke (nur 5 km) und habe voll getankt, wieder auf ON umgestellt und bin los. Aber keine Besserung. Es müsste doch was mit dem Umschalten zu tun haben, oder? Selbst ich als nicht fachkundiger Schrauber kann auch hören, das da was nicht "rund" läuft.Was kann ich tun, bzw. versuchen? Gruß und Dank!
Verfasst am: 16.08.18 22:48
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
... das kann einen Zusammenhang haben, muss aber nicht.
Ich tippe viel eher darauf, dass es gar nicht notwendig war, auf Reserve zu schalten, es liegt m.E. etwas anderes an.

Stelle zunächst einmal fest, ob beide Zylinder arbeiten. Dazu an den Krümmern Temperatur feststellen, ob gleichmäßig. Vorzugsweise nicht mit den Fingern (allenfalls, wenn sie noch kalt ist und Du sie kurz startest), IR-Thermometer ist besser, notfalls bisschen Wasser drauf sprühen, sollte sofort verdampfen.

Dann sehen wir weiter.

H.
Verfasst am: 17.08.18 08:53
ruezi
Dabei seit: 30.04.2014
Beiträge: 401
Vielleicht hat sich durch die Reservestellung Dreck in den Tank verirrt....

400.000 Zweiradkilometer lügen nichticon_smile.gif

https://ruezi.jimdo.com/
Verfasst am: 17.08.18 09:26
Lukas311
Themenersteller
Dabei seit: 19.06.2018
Beiträge: 6
So. Habe gerade mit einem IR-Thermometer gemessen. Beide Zylinder kommen gleichzeitig auf die selber Temperatur. Dann scheidet wohl die CDI aus... Weiß jetzt nicht, ob ich "leider" sagen soll. Denn sonst hätte ich schon die eventuelle Lösung des Problems.
Verfasst am: 17.08.18 09:53
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
... wenn beide Zylinder gleichmäßig heiß werden, sollte ein ganze Reihe von denkbaren Ursachen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit entfallen.
Ich würde mich jetzt auf die Benzinversorgung insgesamt konzentrieren.
Möglicher Kandidat ist der Unterdruckschlauch, der vom Zylinder / Ansaugung zum Benzinhahn führt. Ist der porös oder gar rissig, macht der Benzinhahn nicht richtig auf und Du hast diese Erscheinung die eben stark der Reaktion im Reservebereich gleicht. Dieser Schlauch kann aber auch zu weich geworden sein und durch den Unterdruck zusammenklappen.
Benzinschlauch an den Vergasern abziehen und den Unterdruck mit einer med. Spritze herstellen (Gefäß unterstellen!); sollte Benzin "heftig" laufen.
Nächster Kandidat ist die Tankbelüftung, dann läuft der Motor aber anfangs normal und der Unterdruck im Tank baut langsam auf. Markantes Zeichen ist ein mehr oder weniger starkes Zischen beim Öffnen des Deckels.
Der Benzinhahn selbst, einen Teil hättest Du ja schon getestet mit der Unterdruckschlauch-Geschichte, Membran sollte dann ok sein. Der Drehknopf könnte evtl durchrutschen und die Durchgangsöffnung bliebe teilweise verschlossen. Drehknopf abziehen und mit Zange drehen.
Zum Schluß noch eine mögliche Verstopfung durch Rost, Farbe usw. möglich, aber unwahrscheinlich, wenn der obige Test mit fließendem Benzin ok war.

H.
Verfasst am: 17.08.18 10:09
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
... Du suchst ja den kleinst möglichen Nenner, der sich auf beide Zylinder auswirkt und den Motorlauf beeinträchtigt. Dabei bitte nicht die Elektrik vergessen! Es könnte auch an der Batterie liegen, dass nicht genügend Strom für die Zündung bereit steht. Spannung an den Polen prüfen.
Bei den Außentemperaturen verdunstet Batteriewasser recht schnell, wenn die Maschine in der Sonne steht. Habe ich gestern an meiner PD06er gehabt, nach längerer Standzeit habe ich sie "ausgesommert" (ist Winter-Moped), hatte gerade noch 5,7 V und eine Kammer nur noch halb und die anderen deutlich unter Soll.

H.
PS Batterie ist (vorerst) gerettet, aber dazu darf man nicht die neuen Schicki-Micki digitalen Ladegeräte einsetzen.
Verfasst am: 17.08.18 12:02
andaki
Dabei seit: 25.10.2016
Beiträge: 22
- Wasser im Tank?....Entleere doch mal die Schwimmerkammern und checke was da raus kommt und lasse mal den Tank ab, geht einfach und schnell in dem Du einen Schlauch anklemmst und mit einer Spritze den Unterdruckschlauch versorgst, damit die Membrane auch offen bleibt und alles rausläuft, Maschine auf dem Seitenständer, oder besser noch Tank abnehmen, dann bekommst auch den letzten Rest raus.

- Ist das eine PD 10? Wenn ja, Nebenluftfilter checken, wenn der bröselig ist, kann es sein, dass der Vergaser Dreck abbekommen hat. Das Phänomen hatt ich auch schon mal, warum das auch immer genau beim Übergang zur Reserve passiert ist, blieb bis dato offen.

- Benzinhahn Membrane und Sieb checken, ob ok bzw. ob ggf. Dreck drinnen ist.

Viel Erfolg!
Verfasst am: 18.08.18 10:16
Lukas311
Themenersteller
Dabei seit: 19.06.2018
Beiträge: 6
Guten Morgen. Nachdem die Transe einige Zeit gestanden hatte, habe ich gestern nochmals die Krümmer bzgl. Temperatur gemessen und ja bereits berichtet, dass beide sofort heiß wurden. Da ich hier ja zahlreiche Hilfestellungen erhalten hatte, wären das dann die nächsten Aufgaben gewesen. Da ich aber neugierig war, habe ich zunächst noch eine Probefahrt gemacht. Und festgestellt..... Alles wieder normal. Beschleunigung, Durchzug, allet wie et soll! Dann trotzdem noch zu einer Fachwerkstatt gefahren um mal ein fachkundiges Ohr an den Motor zu bekommen. Der Meister hatte auch Zeit und ist eine kurze Proberunde gefahren und hat bestätigt, dass alles ok ist. Zuleitungen vom Reserveschalter, bzw. ON führten auch Kraftstoff und reagierten entsprechend auf Unterdruck. Seine Vermutung: Durch das lange NICHT - Umschalten auf Reserve könnte durch das Umschalten eventuell die Membran verklebt worden sein. Das hat sich durch das Stehen erledigt. Aber nochmals vielen Dank an alle, die mir hier sehr schnell, sachliche Lösungsansätze geboten haben. Hut ab!
Verfasst am: 18.08.18 12:32
subbiker
Dabei seit: 17.05.2014
Beiträge: 368
Die Unterdruckmembran vom Benzinhahn hat aber m.M. nichts mit der Reserveschltung zu tun.

Seeeehr fragwürtig???

Verbessert mich, wenn ich da falsch liege.

Ich fahre zwar keine TA, sondern eine AT(RD07a). Habe aber die TA(PD10) meiner Frau in Dauerpflege.
Verfasst am: 19.08.18 14:08
Gerda
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 538
"Lukas311" schrieb:

Guten Morgen. Nachdem die Transe einige Zeit gestanden hatte, habe ich gestern nochmals die Krümmer bzgl. Temperatur gemessen und ja bereits berichtet, dass beide sofort heiß wurden. Da ich hier ja zahlreiche Hilfestellungen erhalten hatte, wären das dann die nächsten Aufgaben gewesen. Da ich aber neugierig war, habe ich zunächst noch eine Probefahrt gemacht. Und festgestellt..... Alles wieder normal. Beschleunigung, Durchzug, allet wie et soll! Dann trotzdem noch zu einer Fachwerkstatt gefahren um mal ein fachkundiges Ohr an den Motor zu bekommen. Der Meister hatte auch Zeit und ist eine kurze Proberunde gefahren und hat bestätigt, dass alles ok ist. Zuleitungen vom Reserveschalter, bzw. ON führten auch Kraftstoff und reagierten entsprechend auf Unterdruck. Seine Vermutung: Durch das lange NICHT - Umschalten auf Reserve könnte durch das Umschalten eventuell die Membran verklebt worden sein. Das hat sich durch das Stehen erledigt. Aber nochmals vielen Dank an alle, die mir hier sehr schnell, sachliche Lösungsansätze geboten haben. Hut ab!


Was da bei wem eventuell verklebt war -- wer weiß. Wahrscheinlicher war etwas Kondenswasser oder sonstwas im Tank welches durch die tiefer am Tankboden liegende Reservezuleitung zum Vergaser gelangt ist. Benzinhahn abschrauben und nachschauen bzw. Sieb saubermachen schadet nix.

Selber denken ist viel krasser als Google, Facebook und Co.