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Gute Möglichkeit für Dauerplus?

Autor Nachricht
Verfasst am: 08.11.18 16:50
Seimrich
Themenersteller
Dabei seit: 05.08.2018
Beiträge: 41
Moin,

habe gerade an meiner PD10 den O-Regler gegen einen Motek getauscht. (Keine direkte Notwendigkeit, aber so brauche ich auf unseren Reisen mit AT und TA nur einen Reserveregler mitzunehmen, der sich zudem sehr schnell wechseln lässt.)
Dabei wird ja der Stecker für die drei gelben Phasen weiter genutzt. (Wobei ich die drei jetzt, wo die Kabel beim evtl. Reglertausch ja "autonom" sind, verlöten werde.)
Der andere Stecker hingegen, der zwei Mal Masse und zwei Mal Plus beheimatet, wird jetzt fahrzeugseitig obsolet. Meiner Meinung nach bietet sich da doch eine feine Möglichkeit für Dauerplus, oder? Zudem in der Nähe der 30A-Sicherung. Okay, bei einer Leitung hoch zum Cockpit, z. B. für eine Steckdose, sollte man es vielleicht noch etwas "schneller" absichern. - Spricht irgendetwas gegen diese Lösung?

Dank & Gruß
Detlev
Verfasst am: 08.11.18 21:19
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
Sorry, aber meine Vorstellungskraft reicht nicht ganz, um Dein Vorhaben nachvollziehen zu können.

- wieso sollen R/W ... usw überflüssig werden? Ich kenne halt den Motek nicht.

- die R/W von Regler geht im Originalzustand HINTER die 30 A-Sicherung; nur wenn Strom aus der Batterie fließt (Startvorgang *) oder wenn die Lima sonstwie nichts liefert ), gehts über die Hauptsicherung. Funktioniert alles, liefert die Lima den benötigten Saft direkt an die rote Leitung zum Zündschloß; Kontaktstelle ist eben die Zusammenschaltung von R/W und R hinter der Sicherung.

Würde bedeuten, dass Du durch eine direkte Leitung, die irgendwo an R/W oder meinetwegen unmittelbar am Regler abgreift, ungesichert ist.

M.M.
H.

Mach mal ein Plänchen .... icon_wink.gif

Nachtrag: *) zur Klarstellung, der Starter selbst ist hierbei außen vor, es geht also nur um alles, was man mit Zündung AN "bewegt"

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.2018 um 21:30.]
Verfasst am: 08.11.18 22:41
Seimrich
Themenersteller
Dabei seit: 05.08.2018
Beiträge: 41
Ich verstehe deine Gegenfragestellung auch nicht - und was ist R/W?
Der Motek-Regler an sich unterscheidet sich ja gar nicht vom Original, nur in der Auslegung der Kabel. Der Regler wird direkt an der Batterie angeschlossen, weswegen die 2. Steckverbindung (neben der mit den drei gelben Kabeln) wegfällt. Und funktioniert - an drei eigenen ATs, mehreren von mir umgerüsteten und jetzt eben auch an der TA. - Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Gruß
Detlev
Verfasst am: 08.11.18 23:47
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
... das sind die Kabelfarben. Und anhand derer kann man den Stromlauf verfolgen.

Ja gut, direkt oder nicht direkt.
Mit dem Rot/Weißen Kabel vom Regler kommend, wird der produzierte und geregelte Strom in das Netz eingespeist. Ob man nun am Regler ein Kabel anschließt, das dann auf der anderen Seite in dem Kästchen beim Startrelais endet oder aber "direkt" (keine Ahnung was das bedeutet), ist echt egal.
Das Problem der ungesicherten Leitung nach vorn wird bleiben. Aber auch das ist relativ. Das Rote Kabel zum Zündschloß ist ja ab dem Moment, ab dem die LiMa genügend Energie liefert auch ungesichert, bis es eben dort wieder raus kommt und zum Sicherungskasten geführt wird. Den Unterschied macht der Kabelbaum. Der wird wohl in den seltensten Fällen durchscheuern und eine Sicherung für die jeweiligen Verbraucher ist sowieso Pflicht.

Ich habe an beiden Transen auch Leitungen nach vorn gezogen, aber an den Batterien angeschlossen und direkt hinter den Klemmungen sind Sicherungen. Damit haben sie Dauerstrom. Wenn ich das nicht wollte, würde ich ein Relais dazwischen hängen. Aber was solls, ohne den Schlüssel gedreht zu haben, steht die Rote Leitung bis zum Zündschloß auch unter Spannung. Dauernd. Ist nach Deinem Plan aber letztlich auch so, egal wo Du abgreifst, die Leitung steht unter Spannung.

H.

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.2018 um 00:00.]
Verfasst am: 09.11.18 08:45
Seimrich
Themenersteller
Dabei seit: 05.08.2018
Beiträge: 41
Okay, das mit der Absicherung hatte ich ja erwähnt. Bei meinen anderen Moppeds habe ich Steckdosen etc. meist auch direkt an der Batterie abgegriffen. Bei dem jetzt offenen, alten Reglerstecker lachen einem halt zwei Mal zwei schöne Steckzungen mit guter Masse und Plus entgegen, die ich nicht ungenutzt lassen wolle. Bei den ATs war das nicht so augenfällig, weil der dort verwendete Rundstecker etwas versteckt ist.
Aber: Frage beantwotet.

Gruß
Detlev
Verfasst am: 09.11.18 09:31
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
... " beantwortet" ... soweit es das Abgreifen, resp. die Nutzung des alten Anschlusses betrifft.

Aber mich würde doch noch interessieren, wie und wo der Motek angeklemmt wird.
Unter der Prämisse, das System nicht zu verändern, sehe ich für Plus eher kein Problem, das wird man dem Originalanschluß am Starterrelais beifügen können. Aber wo hängt der Masseanschluß dran?
Beim Original geht die Masse direkt in den Kabelbaum und da hängt dann so ziemlich alles dran.

H.
Verfasst am: 09.11.18 10:25
benedikt.m
Dabei seit: 05.10.2013
Beiträge: 438
"horst.w" schrieb:

Aber mich würde doch noch interessieren, wie und wo der Motek angeklemmt wird.


direkt an den Batteriepolen.
Verfasst am: 09.11.18 11:00
Seimrich
Themenersteller
Dabei seit: 05.08.2018
Beiträge: 41
"horst.w" schrieb:

Aber mich würde doch noch interessieren, wie und wo der Motek angeklemmt wird.

direkt an den Batteriepolen.


Genau. Phasen wie gehabt über den Stecker, "schwarz" und "rot" direkt an die Batterie. Ist bei den ATler, die, bevor sie nicht die AT-typische Schwachstelle des Steckers für die drei gelben Phasenleitungen durch Verlöten oder Crimpen eliminiert haben, oft Reglerdefekte hatten, gang und gäbe. Meine zwei verbliebenen ATs laufen so schon > 100.000 bzw. > 50.000 km.

Detlev
Verfasst am: 09.11.18 13:39
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1290
... so habe ich es mir vorgestellt, aber ich denke da anders drüber!

Das Honda-System (und etlicher anderer Hersteller außer Harley) hat m.E. echte Pluspunkte:

- selbsterregende Lichtmaschine (Motorrad lässt sich anschieben, selbst wenn die Batterie platt ist)

- die Lima ist so geschaltet, dass sie Strom zum fortlaufenden Betrieb liefert, solange der Motor läuft (s.vor: ... lässt sich auch anschieben)

- ist die Lima hinüber oder tuts der Regler nicht mehr, kann man noch auf Batterie fahren, vorausgesetzt, die 30 A Sicherung ist i.O., immerhin so ca bis 50 Km schafft sie, wenn alle "unnötigen" Verbraucher abgestellt werden.

Und das ist der springende Punkt: schaltest Du die "Ladeleitung" direkt auf die Batterie, entfallen die genannten Vorteile, wenn die Hauptsicherung durchgebrannt ist (ein 10er Pack Ersatzsicherungen ist da nur ein schwacher Trost). Dann geht nämlich gar nichts mehr, weil der Lima/Regleranschluß dann VOR der Hauptsicherung anpackt (VOR = von der Batterie aus gesehen). Das ist eine Systemänderung, die Dir klar sein sollte. Kann man so machen, aber ich finde es nicht gut. Schon gar nicht bei jemandem, der aus Vorsorgegründen einen Ersatzregler mit auf Tour mitnimmt (sollte bei Original-Motek völlig überflüssig sein)

Ich kenne die Schaltung bei der AT nicht, aber für die TA finde ich es kontraproduktiv. Aber nur m.M.

H.
Verfasst am: 09.11.18 13:59
klausi33
Dabei seit: 05.12.2012
Beiträge: 3114
Also ich hab genug Motorräder gehabt und ich wüßte jetzt keine meiner alten Motorräder ausser der TA die eine 30A Sicherung zwischen Regler und Batterie hatte.

Und die sind auch alle gefahren und selbst bei LiMa oder Reglertod konnte man trotzdem mit der Batterie weiterfahren.
Übrigens meist deutlich weiter als 50km hab auch schon über 300km geschafft bis ich wieder stand und laden mußte.

Ich habe meinen Regler ( Ein MosFET der Kawa ZX10 ) auch direkt angeklemmt.
Weiß nicht mehr genau aber ich denke schon vor 4 Jahren und der hat weit über 100.000km kein Problem so gemacht.
Im Unterschied zum Originalen Regler, der keine 70.000 gehalten hat.

Nebenbei: Alle anderen Motorräder hab ich auch anschieben können.
Selbst Fremderregte gehen wenn nur minimal Saft in der Batterie ist der zum Starten schon lannge nicht mehr reicht.

Wie gesagt, was Du als Systemänderung anprangerst haben fast alle anderen Motorräder zumindest früher normal gehabt, ohne die Probleme von denen Du sprichst.

www.klausmotorreise.com