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leichtes Ruckeln im unteren Drehzalbereich

Autor Nachricht
Verfasst am: 06.08.21 09:07
Riemenschleifer
Themenersteller
Dabei seit: 18.07.2021
Beiträge: 33
Hallo,

wer mein Abenteuer mit einer gebrauchen Transalp vom Händler mti Anteilnahme mitverfolgt hat, wird erfreut sein zu hören, daß ich den Kaufpreis zurück und der Händler die Maschine hat. Kleiner Wermutstropfen: den Transport hat er mir nicht erstattet - ist halt Lehrgeld.

Konnte und habe mich nach einer neuen Maschine um(ge)sehen - und etwas besseres als das Schlechte vorher findet man immer - eine 2003er RD10 mit 17.000 km als Garagenfahrzeug UND mit jungfräulicher Getriebausgangswelle!

Aber auch in gutem Pflegezustand gibt es einiges zu tun.
Meine neue Maschine hat eine gering gegenüber der Nabe bewegliche Felge (Speichen haben sich gesetzt, sind wohl nie nachgezogenworden - ist lösbar und nicht so problematisch) und ruckelt im Teillastbereich, also wenn man es im unere Drehzahlbereich rollen läßt.

Als Ursache vermute ich eine verstopfte Teillastdüse oder eine zu gering aufgedrehte Teillastschraube (Nadelschraube ist es zumindest bei meiner NTV).

Liege ich da richtig, oder kennt jemand noch andere Ursachen? Werde den Vergaser mal demontieren und auch nach den Membranen schauen wollte aber eine vollständige Zerlegung und Ultraschallbad vermeiden, wenn nicht unbedingt nötig.



Verfasst am: 06.08.21 09:44
Neuling
Dabei seit: 30.10.2016
Beiträge: 181
Ruckeln im Teillastbereich hatte meine bis vor kurzem auch - bei mir lags an einem deutlich zu magerem Gemisch bedingt durch einen nicht originalen Luftfilter aus Schaumstoff mit zu großem Durchfluss. Ein pragmatischer Tipp aus dem Forum hat mir super weitergeholfen - Damenstrumpf über den Luftfilter und das Geruckel war weg :D

Guck mal nach, ob alle Verbindungsstellen zwischen Luftfilterkasten, Vergaser, Ansaugstutzen usw. dicht sind und keine Falschluft ziehen. Danach könnte man noch die Grundeinstellung der Gemischschrauben prüfen, ob diese den obligatorischen 2.5 Umdrehungen entspricht. Evtl. ließe sich da auch noch etwas wortwörtlich "drehen" - da sollte aber jemand anderes noch etwas dazu sagen - mein Wissen ist diesbezüglich nicht all zu tief.

Außerdem solltest du noch schauen, welcher Luftfilter verbaut ist. Bei manchen Nachrüst-Filtern fehlen Dichtungslippen am Luftfilterkasten, wodurch sich die Durchflussmenge nicht im geplanten Rahmen bewegt. Außerdem gibts diverse Filter, die generell vom Durchsatz her nicht passen. Die Empfehlung aus dem Forum lautet in diesen Fällen in der Regel "auch wenns teuer ist - verbau dir das Original und du hast Ruhe".

Wenn das keine Besserung bringt, wäre eine Reinigung des Vergasers mit Kontrolle aller Membranen und Düsen, sowie eine anschließende Grundeinstellung und Synchronisation angesagt. Da ist mein Wissen aber zu gering, hier gibt's Leute im Forum, die sich besser für Tipps diesbezüglich eignen.

Grüße
Domi

PD06 aus 1994
Verfasst am: 06.08.21 10:02
Michael1972
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 6844
Kettensatz checken ob eine ungleich gelängte Kette das vermeintliche Ruckeln verursacht
Verfasst am: 06.08.21 10:45
Riemenschleifer
Themenersteller
Dabei seit: 18.07.2021
Beiträge: 33
"Michael1972" schrieb:

Kettensatz checken ob eine ungleich gelängte Kette das vermeintliche Ruckeln verursacht

Nach meiner Vorerfahrung waren Kette und Ritzel das erste Augenmerk der Prüfung. Kette war neu (am Anfang des Spannweges) und Getriebeausgangswelle jungfräulich und der Kettendurchhang nach Vorschrift.

Ich werde mal die Luftfiltergeschichte prüfen und ob es wirklich 2,5 Umdrehungen sind...

Wobei mein gestern hinter mir fahrender Sohn sagte, daß die Auspuffgase im Stand an der Kreuzung bei warmem Motor nach Benzinkocher (wir gehen oft campen) in der Aufheizphase riechen, also eher in Richtung zu fettes Gemisch.....

Mit Vergaserdemontagen, Reinigung und Synchronisation habe ich etwas Erfahrung - es ist nur halt immer der Aufwand und die Zeit in der man baut, statt fährt...
Verfasst am: 06.08.21 11:29
Neuling
Dabei seit: 30.10.2016
Beiträge: 181
Den Benzinkocher kannst du aber auch mit "zu mager" erreichen - auch ein zu mageres Gemisch kann nicht vollständig verbrennen und aus diesem Grund Abgase mit Rest-Benzin in die Luft pusten.

Guck einfach mal auf die Kerzen nach einer längeren Fahrt, evtl. sieht man ja was. Zu fett wirst du auf jeden Fall erkennen, zu mager ist etwas schwieriger (weil Bleifrei - wirklich "rehbraun" gibts ja nicht mehr)

Davon abgesehen ist es ja immernoch ein Vergaser Motorrad - die riechen generell "anders" (ich würde behaupten besser :D). Nur 2-Takter aus den 60er Jahren toppen das Ganze ;)

PD06 aus 1994
Verfasst am: 06.08.21 13:02
Riemenschleifer
Themenersteller
Dabei seit: 18.07.2021
Beiträge: 33
"Neuling" schrieb:

Den Benzinkocher kannst du aber auch mit "zu mager" erreichen - auch ein zu mageres Gemisch kann nicht vollständig verbrennen und aus diesem Grund Abgase mit Rest-Benzin in die Luft pusten.


Naja, er meinte, so wie der Kocher beim warmwerden riecht - da ist er noch im fetten Bereich, danach riecht mein Kocher nämlich nicht (blaue Flamme ohne gelbe Spitzen)

"Neuling" schrieb:

Guck einfach mal auf die Kerzen nach einer längeren Fahrt, evtl. sieht man ja was. Zu fett wirst du auf jeden Fall erkennen, zu mager ist etwas schwieriger (weil Bleifrei - wirklich "rehbraun" gibts ja nicht mehr)

Hatte ich sowieso vor...müßte ja schon ein Kerzenbild ausreichen. Will nicht auch die schwerzugänglichen rausdrehen.


"Neuling" schrieb:

Davon abgesehen ist es ja immernoch ein Vergaser Motorrad - die riechen generell "anders" (ich würde behaupten besser :D). Nur 2-Takter aus den 60er Jahren toppen das Ganze ;)


Haaach, waren das noch Zeiten. Immer wenn ich Zweitakter rieche, fühle ich mich zurückversetzt in Geda(e)nken an meine 150er als 18-Jähriger (in den 80ern...!).... Das waren noch Zeiten.

Aber der Hinweis auf Vergaser könnte auch was dran sein. Er fährt nämlich Einspritzer und spöttelt immer über die altmodischen Dinger, die der Vater gut findet.
Aber beim Vergaserfahrzeugen kann man wenigstens noch was richten. Meinen ersten VW Jetta habe ich noch selbst repariert. Sogar den Fehler an der Unterdrucksteuerung habe ich gefunden, den die Werkstatt hilflos übersehen und danach kapituliert hat.
Das nächste Auto mit Einspritzung hat nur noch die Reparatur von Kleinigkeiten zugelassen. Da gingen dann nur noch Stoßdämpfer und Bremsbeläge..... Aber gut, mittlerweile kann ich mir Werkstattreparaturen leisten und es bleibt noch Geld übrig... >:-)
Verfasst am: 06.08.21 13:04
Riemenschleifer
Themenersteller
Dabei seit: 18.07.2021
Beiträge: 33
Nebenbei: Welches Kettenfett ist empfehlenswert und schleudert wenig ab?
Und falls Scottoiler-Empfehlungen kommen: Welcher ist da besser: der elektrische oder der mit Unterdrucksteuerung? Oder sogar Konkurrenzprodukte?
Verfasst am: 06.08.21 15:52
Steve0815
Dabei seit: 16.11.2018
Beiträge: 69
Hallo,
Kettenschmierung:
Ich fahr den Mofessor mit dem großen Tank und bin zufrieden damit!
Ca 160€
PD10 Bj.99
Lg.Steve
Verfasst am: 06.08.21 16:03
ThomasD
Dabei seit: 24.08.2011
Beiträge: 1337
Kettenöler ist genauso ne endlos Diskussion wie die mit dem Motoröl. Ich habe seit zig Jahren einen unterdruckbetriebenen Scottoiler mit dem originalen Öl und bin damit zufrieden. Andere Fahrer werden Dir anderes erzählen. Ich hol´ schon mal Chipsicon_wink.gif

Grüsse,
Tom

http://decker4u.de/Moppeds/Transalp/XLV600-Logo-k.jpg
Verfasst am: 06.08.21 21:42
zaskar
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 114
"Riemenschleifer" schrieb:

Nebenbei: Welches Kettenfett ist empfehlenswert und schleudert wenig ab?

Da habe ich die besten Erfahrungen mit HKS extrem gemacht. Wer normales Kettenfett gewohnt ist, wird positivst überrascht!