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Liegen geblieben - Lichtmaschine nicht in Ordnung?

Autor Nachricht
Verfasst am: 16.05.18 11:44
Brsk222
Themenersteller
Dabei seit: 02.06.2015
Beiträge: 12
Moin,
gestern war ich unterwegs, und es war viel Stau, also viel Leerlauf bei 1000 U/min, und auf einmal wurde die Leerlaufdrehzahl immer geringer, bis der Motor dann ganz ausging. Benzin war genug drin. Beim erneuten starten hörte man den Anlasser noch, der Motor sprang aber nicht an. Nach ein paar weiteren Versuchen hat der Anlasser gar kein Geräusch mehr von sich gegeben.

Was bleibt mir übrig, ADAC angerufen, welcher auch sehr schnell gekommen ist, hat mir Starthilfe gegeben, ich hab gestartet und dann lief der Motor wieder. Der Mechaniker hat an der Batterie gemessen, dass im Leerlauf die LiMa nicht die volle Leistung bringt. Wenn man viel Gas gibt, kommt etwas mehr Saft raus. Also Choke reingemacht, Leerlauf auf ne höhere Umdrehung eingestellt und mit 3000 U/min Leerlauf zur Werkstatt gefahren und die Maschine da auf den Hof gestellt (hatten Abends schon zu).

Die Lithium-Batterie ist erst 3 Monate alt, und es war 25° draußen.

Ich hab meine Maschine (EZ 1999) vor 4 Jahren mit 25 000 km gekauft, jetzt hat sie 75 000 km. Die Lichtmaschine habe ich bisher nie erneuert, ob der Vorbesitzer es gemacht hat, weiß ich nicht.

Was meint ihr? Ist der LiMa Wechsel längst überfällig?

Verfasst am: 16.05.18 13:01
klausi33
Dabei seit: 05.12.2012
Beiträge: 3043
Lichtmaschine ist unwahrscheinlich, wenn, dann ist es der REgler.

Du schreibst Lithium Batterie?
Da kann es sein das der originale Regler Probleme macht bei der Batterie weil er bis 15,5 V liefert, und das passt nicht

www.klausmotorreise.com
Verfasst am: 16.05.18 17:54
Franz-Manfred_Schuengel
Dabei seit: 28.06.2011
Beiträge: 248
Oh wie schön, endlich mal ein neuer Defekt! Früher war meine Theorie, dass immer die Batterie schuld ist. Könnte auch hier der Fall sein, wenn z.B. das BMS in der Batterie abraucht. Überspannung glaub ich eher nicht, da sind die Zellen recht robust. Ich würd erst mal die Batterie tauschen (notfalls einfach eine Autobatterie über Starthilfekabel anklemmen) und schauen, was das Mopped macht - insbesondere, ob Ladestrom fliesst. Und parallel die (ausgebaute) Batterie prüfen.

hth Manfred

Verfasst am: 16.05.18 19:41
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1202
"Brsk222" schrieb:


Ich hab meine Maschine (EZ 1999) vor 4 Jahren mit 25 000 km gekauft, jetzt hat sie 75 000 km. Die Lichtmaschine habe ich bisher nie erneuert, ob der Vorbesitzer es gemacht hat, weiß ich nicht.

Was meint ihr? Ist der LiMa Wechsel längst überfällig?




Da hast Du aber viel Geld gespart ! Eine OEM Lima von Honda liegt bei ca 750 € oder etwas mehr. Plus Montage, versteht sich.
Aber mich würde jetzt interessieren, wie Du da drauf kommst, dass man Limas wie die Hemden wechselt. Das Teil ist eine Investition fürs Leben und es wäre echt großes Pech, wenn sie so mir nichts dir nichts abraucht. Ein Profi (mit eigener Werkstatt?) hat gerade die Tage im Honda-Board zum Besten gegeben, dass er in seiner Laufbahn sicher schon mehr als 25 defekte Regler gehabt habe, aber erst 2 defekte Limas.


H.
Verfasst am: 22.05.18 22:42
Brsk222
Themenersteller
Dabei seit: 02.06.2015
Beiträge: 12
@Horst: Weil der ADAC Typ meinte, ich solle die LiMa mal überprüfen lassen.

Mein Bike hab ich auch schon längst aus der Werkstatt wieder; LiMa und Regler waren Ok, aber die Batterie nicht. Hab jetzt ne Gel Batterie drin. Trotzdem etwas komisch, die Lithium Batterie die drin war, hab ich erst vor wenigen Monaten eingebaut.

Nun ist etwas anderes merkwürdiges passiert: Das Abblendlicht geht vorne und hinten nicht mehr, das Standlicht und Fernlicht aber noch. Das Fernlicht lässt sich aber nicht mehr ausschalten. Dafür muss ich am Lichtknopf von Abblendlicht auf Standlicht Stellen. Ich weiß das der Fernlicht Knopf manchmal hakt, aber nach zig Versuchen bleibt es trotzdem an. Ich dachte schon an einen Sicherungs Defekt.

Da das ganze recht komplex ist, hier noch eine genaue Abfolge wann was passiert ist:

- neue Batterie eingebaut
- Zusatzscheinwerfer und neue Glühbirne fürs Abblendlicht einbauen lassen (die alte Birne war ok, hab nun eine hellere)
- liegen geblieben, Batterie wurde daraufhin gewechselt, LiMa und Regler ok
- Abblendlicht geht vorne und hinten nicht, Fernlicht lässt sich nicht ausschalten
Verfasst am: 23.05.18 00:18
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1202
Naja, das war dann von dem ADACler wohl eher so ein hingeworfener Brocken, weil er wohl mehrheitlich mit Autos zu tun hat. Und bei denen, und im Übrigen auch bei meiner ST1300, ist meistens der Regler in die Lichtmaschine integriert. Aus der Sicht also nicht ganz falsch.

Dein Lichtproblem.
Fernlicht und Abblendlicht sind getrennt abgesichert, das ist zu prüfen. Wenn es die Sicherung wäre, würde aber noch mehr nicht funktionieren, also erst alles durchtesten.
Möglicherweise hat es Dein "helleres Licht" schon gekrümelt.
Nur so nebenbei, das Rücklicht ist Rücklicht und nur von Licht an / Licht aus abhängig, dem ist es egal, ob vorne Fern- oder Abblendlicht eingeschaltet ist. Aber das Rücklicht hängt eben auch an dieser Sicherung.
Das Fernlichtproblem würde ich mit einer gammlichen Schaltereinheit in Verbindung bringen, wenn sonst nichts verschmort oder an- oder durchgebrannt ist.

Was die Li-Batterie angeht, hats Klaus33 ja schon geschrieben, mit hoher Wahrscheinlichkeit hat der Regler (Original?) nicht zu den besonderen Anforderungen, die so eine Batterie nun mal hat, gepasst.

H.

PS1: habe mir gerade überlegt, wenn der Lichthupenknopf klemmt, hat das Fernlicht Dauerfeuer, während es im normalen Betrieb alternativ zum Abblendlicht hin- und her wechselt. Stehen beide Teile längere Zeit unter Strom (also Abblendlicht eingeschaltet und Fernlicht über die Lichthupe gleichzeitig), wird das Lämple schon arg heiß und irgendwann den Geist aufgeben. Nur mal mit der Lichthupe blinkern, macht dagegen kaum etwas aus.

PS2: wenn es dumm kommt und meine Vermutung in PS1 zutrifft, kommen mit dem doppelten Licht, der Nutzung einer Seite Blinker und dann auch noch Bremslicht im Maximum 187 Watt zusammen (ohne zusätzliche Leitungsverluste u.dgl.) , was bei 12 V 15,x Ampere entspricht - und Deine Sicherung hat nur 15 A (mach bloß keine stärkere Sicherung da rein !!!)
Mit Warnblinker kämen nochmals 42 Watt dazu, 229 W bei 12 V = 19 Ampere!

[Dieser Beitrag wurde 5 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.2018 um 00:39.]
Verfasst am: 23.05.18 09:15
Franz-Manfred_Schuengel
Dabei seit: 28.06.2011
Beiträge: 248
Hallo,

dem Horst seine Gedanken sind sehr interessant, weil es auch das Liegenbleiben erklärt: irgendwas muss ordentlich Strom ziehen, sonst geht auch der Motor (Zündung) nicht aus. Man kann auch mit defekter Batterie noch fahren, wenn man die Karre anschiebt. Unter dem Aspekt ist vielleicht auch die Batterie nicht kaputt, sondern leer, oder halt kaputt weil leer - Tiefentladung mögen die halt auch nicht. Gegen Überspannung sind sie hingegen recht robust, um die Zellen zu schädigen, braucht man schon über 4V pro Zelle (16V) auf Dauer. Das macht auch eine Bleibatterie nicht lange mit. Hast du mal versucht, die Shido aufzuladen?

Beim Rücklicht würd ich auf die Birne tippen, manchmal gehen auch mehrere Sachen zeitgleich über den Jordan. An der Sicherung fürs Rücklicht hängen auch Bremslicht und Blinker, Tachobeleuchtung und Drehzahlmesser (zumindest bei der PD06 so). Das merkt man dann schon.

Gruss Manfred

Verfasst am: 23.05.18 10:11
Brsk222
Themenersteller
Dabei seit: 02.06.2015
Beiträge: 12
Was ist ein Shido?

Ich hab auch schon in der Vergangenheit mehrmals versucht mein Motorrad mittels anschieben zu starten, es hat aber nie geklappt. Mit dem E Starter ging es dann doch einfacher.

Die Blinker, der Drehzahlmesser, das Bremslicht und die Tachobeleuchtung funktionieren übrigens noch.

Nehmen wir mal an, die Zusatzbeleuchtung zieht wirklich so viel Strom.
Kann man Problem nicht so lösen (zumindest was das Risiko des Liegenbleibens angeht) , dass man eine "stärkere" Batterie, also mit mehr Amperestunden, einbaut?

[Dieser Beitrag wurde 3 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.2018 um 10:36.]
Verfasst am: 23.05.18 10:57
Steiner
Dabei seit: 21.07.2015
Beiträge: 181
Hi,
bei den alten Alps mit dem Regler, der noch eine höhere Spannung liefert, darfst Du keine Gelbatterie nehmen. Die sind da empfindlich. Vielleicht kannst Du sie noch umtauschen.
So in 2 Jahren wirst Du spätestens eine neue brauchen, weil sie dann an Überspannung verreckt ist.
Manchmal - besonders bei etwas älterer Technik - ist eine ganz normale flüssig gefüllte Säurebatterie die beste Wahl.
Schönen Gruß
Steiner

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Verfasst am: 23.05.18 11:33
ta-rider
Dabei seit: 23.09.2011
Beiträge: 535
"Steiner" schrieb:
Manchmal - besonders bei etwas älterer Technik - ist eine ganz normale flüssig gefüllte Säurebatterie die beste Wahl.


So ist es und auch diese muss man nicht gleich ersetzen wenn Power fehlt sondern je nach Kilometern einmal im Jahr bischen destilliertes Wasser nachfüllen...