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PD 10 läuft nur noch 90 km/h

Autor Nachricht
Verfasst am: 17.07.17 00:26
andaki
Themenersteller
Dabei seit: 25.10.2016
Beiträge: 15
Liebe Forumsgemeinde, nachdem ich schon eine Weile hier fleissig mitlese bräuchte ich nun Hilfe...:

Habe eine TA PD 10 von 1998 mit 62 TKM, lief seitdem ich sie habe prima bis gestern auf der Heimfahrt von unserer Alpentour (20 KM von zuhause entfernt...) plötzlich auf der Autobahn nix mehr ging...: Erst dachte ich, dass der Tank leer ist (fühlte sich so an) doch das Umschalten auf Reserve brachte keine Abhilfe, sie läuft nur noch 90km/h und mehr als 4000 Umdrehungen sind nicht mehr zu machenicon_frown.gif Das ganze fühlt sich recht kraftlos an.

Nun bin ich ziemlich ratlos, an was es liegen könnte -bis dato habe ich folgendes gecheckt:

-Luftfilter ist zwar erneuerungsbedürftig, aber an dem liegt's nicht, auch ganz ohne ändert es an den Sympthomen nichts.

-CDI konnte ich nur in Augenschein nehmen, die Kabel sehen o.k. aus, allerdings habe ich es bis dato noch nicht geschafft, diesen komischen Stecker von der CDI zu lösen um die Kontakte zu prüfen, vielleicht gibt es einen Trick dazu?..

-Offenbar laufen beide Zylinder, wenn ich jeweils die Kerzenstecker abnehme läuft der jeweils andere Zylinder, obgleich der vordere alleine etwas mühsehliger läuft und auch das Gas, schlechter als der hintere Zylinder annimmt.

-Benzinfilter habe ich auch schon aufgemacht, ist nichts zu erkennen gewesen.

Ich wäre Euch sehr dankbar, für ein paar Tipps bei der Fehlersuche..... ich bin mir total unsicher, ob ich eher in Richtung Vergaser / Benzinzufuhr ect. suchen soll, oder ob es tatsächlich eine defekte CDI oder Zündspule ist, (das ist offenbar bei der PD 10 schwieriger zur prüfen als bei der PD 6 - auch hier wäre jeder Tip wertvoll) oder vielleicht auch ganz etwas anderes...?

Für Eure Hilfe und Tipps im Voraus vielen Dank!!!






Verfasst am: 17.07.17 06:48
ruezi
Dabei seit: 30.04.2014
Beiträge: 294
Klingt eher nach verstopftem Vergaser - rausnehmen, zerlegen und am besten gleich Ultraschall reinigen. Da kann sich während der Fahrt (oft nach einem frischen Tankstop) ein Krümel in der Hauptdüse absetzen und dann zieht sie nicht mehr hoch, rennt aber im Leerlauf, weil die Nebendüse nix hat, noch gut. Die PD10 ist ja von der CDI nicht so anfällig wie die PD06 - daher würde ich eher mal den Vergaser checken, ist auch zunächst das Billigere als eine neue CDI.

[Dieser Beitrag wurde 2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.07.2017 um 06:50.]

400.000 Zweiradkilometer lügen nichticon_smile.gif
Verfasst am: 17.07.17 07:59
Georg
Dabei seit: 07.05.2012
Beiträge: 3
Moin,
bei mir gabs auch mal so ein Problem, bis hin das Sie gar nicht mehr wollte... Ich hatte Ventile einstellen lassen und nach kurzer Zeit hatte sie ähnliches. Zurück zur Werkstatt und siehe da, beim Zusammenbau hatte sich wohl irgendwo ein bißchen Dreck aus dem Tank, oder der Leitung gelöst und den Vergaser verstopft...Sauber gemacht und alles rennt wieder!

Gruß
Georg

Der destruktive Charakter kennt nur eine Parole: Platz schaffen...
Verfasst am: 17.07.17 08:29
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 3612
"andaki" schrieb:

-CDI konnte ich nur in Augenschein nehmen, die Kabel sehen o.k. aus, allerdings habe ich es bis dato noch nicht geschafft, diesen komischen Stecker von der CDI zu lösen um die Kontakte zu prüfen, vielleicht gibt es einen Trick dazu?..


Nur der Richtigkeit halber ... die PD10 hat keine CDIs sondern nur mehr eine TCI!

Was meinst du mit Benzinfilter gecheckt? Die TA hat nur einen Benzinfilter, und der ist im Tank am Benzinhahn. Jeder weitere Benzinfilter kann das Durchflussverhalten des Sprits negativ beeinflussen weil die Spritzufuhr der TA ja nur über Schwerkraft funktioniert und nicht mittels Pumpe.

Bevor du jetzt anfängst den Vergaser zu "zerreissen" würde ich noch die einfachen Sachen kontrollieren.

- Unterdruckschlauch zum Benzinhahn
- Benzinfilter im Tank (dazu ist der Ausbau des Benzinhahns notwendig
- Wann wurden die Zündkerzen zuletzt getauscht. Bei einem Freund hatten wir an seiner PD10 letzte Woche am Balkan ähnliche Probleme. Nachdem er die Zündkerzen kontrolliert hatte wusste er, dass
a) der Elektrodenabstand zu groß war und
b) bei einer Zündkerze die Elektrode komplett schief war
Also würde ich die rund 20 Euro in die Hand nehmen und mal neue Zündkerzen einbauen ... es sei denn die jetzt verbauten sind noch ganz neu.

Verfasst am: 17.07.17 10:22
ThomasD
Dabei seit: 24.08.2011
Beiträge: 1008
Und prüfe, ob der Chokekolben gängig ist. Der klemmt gerne mal im höheren Altericon_wink.gif

Grüsse,
Tom

http://decker4u.de/Moppeds/Transalp/XLV600-Logo-k.jpg
Verfasst am: 17.07.17 11:03
andaki
Themenersteller
Dabei seit: 25.10.2016
Beiträge: 15
Super, Ihr macht mir Hoffnungicon_smile.gif werde ich gleich heute Abend alles mal prüfen und berichten....
Verfasst am: 17.07.17 23:36
andaki
Themenersteller
Dabei seit: 25.10.2016
Beiträge: 15
...so nun habe ich folgendes gemacht:

- Benzinfilter nochmals zerlegt, geprüft, kein einziges Krümelchen zu sehen.
- 4 neue Zündkerzen verbaut (die alten waren noch ganz o.k. Elektrodenabstand knappe 0,9 einzig die seitlich zugängliche am vorderen Zylinder hat bisschen angerust ausgesehen)
- Unterdruckschläuche überprüft - sind i.O.
- Chokekolben ist freigängig

Hat aber alles nichts gebracht - Zustand unverändert. Sie springt einwandfrei an, hört sich im Leerlauf völlig normal an, nimmt auch Gas im Leerlauf willig an, dreht im Leerlauf auch über 5.500 hinaus, aber sobald ich losfahre ist bei knappen 4.000 Umdrehungen Schluß, sie zieht auch nicht richtig an, die Beschleunigung ist ebenfalls mau, wie mit angezogener Handbremse....

Den Vergaser konnte ich noch nicht weiter checken, Schläuche und Verbindungen sehen augenscheinlich ok aus.

Einzig ein kleines schwarzes Kästchen, welches am linken Kühler montiert ist und mit einem dicken Schlauch mit dem Vergaser verbunden ist, war auffällig. Ich habe den Deckel abgenommen, innen befindet sich Schaumstoff, von dem nicht mehr alles vorhanden ist, könnte natürlich auch sein, dass der Vorbesitzer lose Teilchen rausgeschnitten hat, aber eine andere Theorie wäre, dass ein paar Krümelchen angesaugt wurden, sofern das nicht nur zur Entlüftung dient, da konnte ich mir noch keinen Reim drauf machen, vielleicht kann mir jemand sagen, für was dieses Kästchen ist? Das ganze ist 2x vorhanden, für jeden Vergaser ein Kästchen.

Wäre ausser dem Vergasercheck noch eine der Zündspulen eine Möglichkeit?

Danke schon mal in die Runde & Grüße
Verfasst am: 18.07.17 06:38
ruezi
Dabei seit: 30.04.2014
Beiträge: 294
Ich weiß schon Vergaser zerlegen und reinigen ist nicht kompliziert aber zeitlich recht aufwändig, aber schön langsam wärs an der Zeit....icon_smile.gif

400.000 Zweiradkilometer lügen nichticon_smile.gif
Verfasst am: 18.07.17 08:19
Steiner
Dabei seit: 21.07.2015
Beiträge: 144
Kästchen:
= Nebenluftfilter für die Unterdruckmembrane und auch zur Vorvernebelung vor den Hauptdüsen.
Wenn da nur noch Brösel drin sind, dann solltest Du die Filter mal wechseln - und dann den Dreck aus dem Vergaser entfernen.

Abgesehen vom Vergaser, den ich auf jeden Fall mal anschauen würde:
Sind Deine beiden Räder leichtgängig - oder macht vielleicht eine Bremse nicht mehr richtig auf?

Viel Erfolg!
Steiner

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.07.2017 um 08:23.]

..................I//
..............( @ @ )
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Verfasst am: 19.07.17 00:48
andaki
Themenersteller
Dabei seit: 25.10.2016
Beiträge: 15
Hier wieder eine Rückmeldung von der Front:

Habe mit ordentlich Louis Vergasserreiniger mehrmals geflutet und nach einigen Fehlzündungen bis das Zeug gänzlich draussen war, fing sie an wieder richtig zu laufen. Ich will den Tag noch nicht vor dem Abend loben..... aber das fühlt sich schon ziemlich gut an, sie dreht wieder hoch und beschleunigt wieder, wie ich das gewohnt bin. Werde das ganze zur Sicherheit nochmal machen (bis die zweite Dose auch noch leer ist....) und hoffe, dass das Brösel auch wirklich zerbröselt ist... Ich weiß.....nicht unbedingt die schrauberisch elegante Lösung, aber nachdem ich nicht schlüssig war, ob es tatsächlich der Vergaser ist, habe ich gehofft, dass zumindest eine Veränderung zu erkennen ist, so dass ich einigermaßen sicher sein kann, dass es tatsächlich am Vergaser liegt. (Ich hatte auch noch die Zündspulen auf dem Radar) Auf das Ergebnis habe ich insgeheim gehofft, aber um ehrlich zu sein nicht wirklich geglaubt....

Neuen Luftfilter habe ich ihr auch gleich verpasst, der Alte sah nicht mehr sonderlich vertrauenserweckend aus... obgleich es nicht daran lag.

Ist der Schaumstoffeinsatz für den Nebenluftfilter eigentlich noch irgendwo zu bekommen, oder sollte ich im Keller nach adequaten Ersatz suchen und was zuschneiden? Gibt's da Erfahrungen?

Gruß in die Runde!