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Reifendiskussion: "Heidenau K60 M+S Silica" ein Griff ins Klo?

Autor Nachricht
Verfasst am: 05.09.20 21:42
ijontichy
Themenersteller
Dabei seit: 03.07.2018
Beiträge: 46
Hallo zusammen,

ich muss kurz etwas ausholen.
Seit ich meine Transalp habe (ca 30Tkm) fahre ich nur noch Stollenreifen. Mein Streckenprofil kann man wohl mit 80/20 (Straße/Feldweg) beschreiben. Ich fahre meine PD06 als DailyDriver und für lange Touren. Ich bin kein Kurvenheizer.. naja ein bisschen räubern tun wir doch alle mal.
Ich nehme die Nachteile einer Stolle bewusst in Kauf und bin bisher damit ganz gut zurecht gekommen.
Angefangen habe ich mit einem Pirelli Scorpion Trail (ein uralt Profil, ich finde dan garnicht mehr im Netz), dann kamen mehrere Sätze Metzeler ENDURO 3 SAHARA, einen Satz Pirelli Scorpion Rally STR und diese Woche nun der Heidenau K60 Silica.

Den Scorpion Trail kann ich soweit nicht bewerten, da war nicht mehr viel Profil drauf, aber man hat deutlich gemerkt, wie er "ums Eck kippte". Naja und er ist ja auch keine Stolle.
Mit dem Sahara war ich eigentlich soweit recht zufrieden. In der Schräglage war er teilweise etwas interessant, wenn man ihn eckig gefahren hat, kippte er schon deutlich. Bei Nässe machte er meiner Meinung nach einen guten Eindruck. Einzig die starken Vibrationen und der Lärm haben mich dazu bewogen, das Fabrikat zu wechseln.

Der Rally STR (ein recht neuer Reifen) kam vor einem Monat drauf. Ich muss sagen, dass ich von der Straßenperformance wirklich begeistert bin. Ich hatte noch nie einen Reifen auf der Alp, der mir bei Nässe so viel Sicherheit gegeben hat. Ein Kippmoment gab es bei diesem Reifen nie, auch wenn er natürlich zum Schluss natürlich eckig gefahren war. Mich haben dann zwei Dinge dazu bewogen, ihn auszutauschen. Zum einen hat er für mich eine etwas zu geringe Standzeit. Ich habe den hinteren Reifen nach 5,5Tkm mit ca 3mm Restprofil entsorgt. Ich denke 2Tkm wären da noch gegangen, wobei das Ende des Profils ja gerne mal sehr schnell kommt. Mein Chef ist relativ spontan bei der Urlaubsvergabe. Und in einer Woche Urlaub kommen da problemlos 4-5Tkm zusammen, wenn meine Frau nicht mitfährt. Also wären 10Tkm Standzeit wünschenswert. Vor allem wenn es nächstes Jahr ans Nordkap geht.
Naja und da ist noch der Preis. Grundsätzlich sind mir Reifenpreise mal egal (ich kaufe direkt beim Großhandel oder im Werk). Aber auf den Preis des Hinterreifen Rally STR habe ich 20€ draufgelegt und dafür den K60 Silica vorne UND hinten bekommen. Puh

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe den K60 Silica vor zwei Tagen montiert, habe nun knapp 600km drauf und bin total enttäuscht. Das Gefühl in der Schräglage ist absolut abartig.
Ich bin wirklich kein Rennfahrer. Schon bei mäßiger Schräglage fühlt es sich so an, als würde der Reifen "wegschmieren". Bei schlechten Straße ist er viel zu schwammig. Selbst bei langsamen, engen Kreuzungen (innerorts) fühlt sich der Reifen an, als wäre im Reifen deutlich zu wenig Luftdruck.
Er wird sehr warm. Einerseits kein Wunder, das sind ja schon recht hohe Profilblöcke. Aber der Rally STR hat auch hohe Temperaturen aufgebaut und blieb dabei trotzdem stabil.

Hat jemand Erfahrungen beim Vergleich vom K60Scout zum K60 Silica? Viele Leute sind ja vom Scout begeistert. Im Moment tendiere ich dazu, den K60 Silica gleich nächste Woche abzumontieren und doch wieder auf den Rally STR zu wechseln. Zumindest für den Winter.












Hobbys sind was für Leute, die ihre Arbeit nicht mögen!
Verfasst am: 05.09.20 21:56
Gelöschter Benutzer Servus ijontichy,
der Scout hat einen viel geringeren Silica-Anteil und schmilzt dir bei den momentanen Temperaturen natürlich nicht so weg wie der K60-Silica der ja, meines Wissens, eigentlich mehr für die Wintermonate gedacht ist

mfG
Verfasst am: 05.09.20 21:59
Gelöschter Benutzer .... der K60-Scout hinten hat bei mir über 12.000 KM gehalten aber in 140 Breite mit dem Mittelsteg, hab ich mir eintragen lassen
Verfasst am: 05.09.20 22:32
robalp
Dabei seit: 13.01.2020
Beiträge: 151
Ich glaub auch dass der K60 silica primär als Wintereifen konzipiert wurde, und im Sommer vermutlich zu schmieren beginnt und keine befriedigende Laufleistung bringt. Da wäre wahrscheinlich der Scout die bessere Option, bin beide aber noch nicht gefahren...

Fahre selbst aber seit knapp 1000km den direkten Konkurrenten des Heidenau, den Mitas E07/E07+. Bisher ganz zufrieden. Etwas laut (zw 80 und 90kmh), aber sowohl auf der Straße (noch kein echter Nasstest) als auch im Schotter bin ich recht angetan. In etwa vergleichbar mit dem Enduro 3, nur günstiger und ich erwarte mir eine besser Laufleistung ( der Metzeler hat immer nur knapp 6tkm gehalten).

Davor bin ich den Trailrider von Avon gefahren. Das wär vermutlich so ein Reifen den ich mir für eine Nordkaptour aufziehen würde....

Liebe Grüße,
Robert
Verfasst am: 06.09.20 04:57
oildrop
Dabei seit: 13.03.2019
Beiträge: 41
Hab den K 60 damals auf der 650 Dakar gefahren und war sehr zufrieden damit.
Nur bei Temperaturen über 30°C neigt er schnell zum wegschmieren. Darunter, bei Nässe und oder Kälte hatte ich nie Haftungs- / Instabilitätsprobleme.
Aber er will mit recht viel Druck ( ca. 2,5 vo, 2,8 hi ) gefahren werden.
Der Vorderreifen braucht auch einige Einfahrkilometer bis die Kanten gebrochen sind.
Grüße
Verfasst am: 06.09.20 10:19
Gelöschter Benutzer das mit dem Luftdruck beim Scout kann ich bestätigen, 2,4V u. 2,6H, der Reifen ist sehr laut und zum Ende hin, wenn er recht eckig gefahren wurde, recht kippelig in den Kurven, die Nasshaftung ist gutes Mittelmaß wie ich finde,,
trocken hält er bis die Stiefel kratzen. Zur Zeit fahr ich den Mitas E07 vorne und den E07+ Hinten, der Vorderreifen hat 9000 und der Hinterreifen 10500 gehalten, trocken klebt der Reifen wunderbar bei Nässe jedoch kanns schon mal rutschen aber wer fährt da schon wie ein Verrückter :)

mfG
Verfasst am: 06.09.20 12:22
robalp
Dabei seit: 13.01.2020
Beiträge: 151
@Dodzi: fährst die Mitas-kombi mit ähnlich hohem Druck wie den Heidenau Scout?

Lg
Verfasst am: 06.09.20 20:23
Gelöschter Benutzer @robalp: ja, nachdem sich der erste vorne bei 2,1 bar etwas schuppig abgefahren hat durchs Bremsen hab ich den Druck etwas erhöht, fährt sich so auch besser, finde ich, auf der Mitas-Seite hab ich mal als Empfehlung Werte von 2,3 für vorne u. 2,5 hinten gelesen

mfG

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.2020 um 20:30.]
Verfasst am: 06.09.20 20:51
Gelöschter Benutzer Hier mal eine Tabelle von Mitas-Reifen

https://up.picr.de/39382475bv.jpg
Verfasst am: 07.09.20 08:50
robalp
Dabei seit: 13.01.2020
Beiträge: 151
Danke für die Info. Bin zuletzt immer mit relativ wenig Druck unterwegs gewesen ( v 2bar h 2,3 bar). War damit ganz zufrieden, aber vll probier ich noch ein wenig herum...

Lg