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Schwingenachse sitzt fest

Autor Nachricht
Verfasst am: 25.09.17 22:01
TA-Thommy
Themenersteller
Dabei seit: 13.05.2017
Beiträge: 24
Hallo zusammen,

bei meiner PD06 stand nun der erste Kettenwechsel während meines Besitzes an. Gekauft habe ich einen Endloskettensatz von DID in Originalübersetzung.
Nach dem problemlosen Ausbau des Hinterrades und lösen des Federbeins war als nächstes die Schwingenachse an der Reihe. Diese widersetzt sich allerdings mit allem, was sie kann.
Nach den ersten Schlägen (zuerst allen, dann zu zweit mit entlasten der Schwinge, bzw. gleichzeitigem Drehen) tat sich noch überhaupt nichts. Auch eine erste Flutung mit WD40 brachte nicht den erwünschten Effekt.
Schließlich haben wir es sogar mit einem Abzieher versucht und so Druck auf die Achse gebracht, aber auch hier: Keine Bewegung.
Durch Schläge ist sie nun so weit, dass sie ca.1mm hin und her wandert. Es fühlt sich fast so an, als ob die Achse irgendwo noch axial gesichert wäre.
Folgende Vermutung: Die Buchsen im Bereich der Schwinge sind dermaßen fest auf der Achse festgegammelt, dass diese am Motor bzw. am Rahmen anschlagen und ein Austreiben oder Achse verhindern.
Klingt das logisch?
Was könnte man Eurer Meinung nach noch versuchen?
Ich habe jetzt über Nacht noch einmal eine gute Ladung WD40 in sämtliche Spalte verteilt in der Hoffnung, dass sich bis morgen etwas löst...

Danke und Grüße
Thomas
Verfasst am: 26.09.17 09:16
Ralle
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1046
Hallo
Denke eher das die Achse im Motor fest sitzt.
Versuche mal einen Heissluftfön einzusetzen.
Motorgehäuse warm machen WD 40 immer wieder Einsprühen.
Immer wieder versuchen zu drehen und klopfen.
Verfasst am: 26.09.17 09:39
Kaid1
Dabei seit: 25.01.2017
Beiträge: 58
Wenn die wirklich festgerostet ist hilft WD40 nur wenig.
Versuch eine Mischung aus 1/3 ATF Öl und 2/3 Acetone, meines Erachtens der beste Rostlöser.


MfG Kai

XL-600-VR PD06 / 1994
Verfasst am: 26.09.17 09:48
Michael1972
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 6356
Motorgehäuse in dem Bereich erwärmen und mit einem schweren Fäustel und einem 10-15cm langen Stahlbolzen, der die Achse austreibt, mit kräftigen Schlägen rausschlagen. Wennde die Schwingenachse am Gewindeanfang ruinierst, sagst Bescheid ich hab welche da.
Verfasst am: 26.09.17 13:26
Pailin
Dabei seit: 23.06.2016
Beiträge: 4
Hallo.
Ich hatte ebenfalls Schwierigkeiten die Achse herauszuziehen.
Habe die Achse mit WD40 geflutet. Mit Hammer war erstmal nichts zu machen. Hab's einen Tag stehen lassen und dann hat sie sich Schlag für Schlag angefangen zu rühren. Bis Sie dann endgültig draußen war.
Verfasst am: 26.09.17 18:48
distro
Dabei seit: 25.07.2017
Beiträge: 285
"TA-Thommy" schrieb:
...
Durch Schläge ist sie nun so weit, dass sie ca.1mm hin und her wandert. Es fühlt sich fast so an, als ob die Achse irgendwo noch axial gesichert wäre....


Eigentlich ist da keine zusätzliche Sicherung. Die Achse kann in den Lagern gefressen haben, oder die Lager in der Motorführung.

https://www.motorcyclespareparts.eu/honda-parts/motorcycles/xl600v-1996/f-21-swingarm-chain-case-534962.aspx

http://up.picr.de/30471816bd.jpg

Nummer 5 sind z.B. eigentlich nur Abdeckkappen.

Nummer 23 sind aber Gummimanschetten, bzw. -dichtungen. Wenn die ausgefranst sind, können die sich vielleicht in einem Spalt verquetschen, dann wird es zäh.

Meines Erachtens spricht hier nichts gegen einen großen (Plastik)Hammer und dann Kasalaicon_smile.gif

Viele Grüße
Dirk

(Ganzjahresfahrer / ... unverbesserlich)
Verfasst am: 26.09.17 22:46
TA-Thommy
Themenersteller
Dabei seit: 13.05.2017
Beiträge: 24
Danke schonmal für eure Antworten!
Da ich leider keinen Heißluftfon zur Hand hatte habe ich die Achse heute nochmal mit etwas größerem Kaliber (1500g Fäustel) bearbeitet und siehe da: Nach nochmal knapp 2h (und viel WD40 :)) hat sie sich endlich gelöst und ich konnte sie rausziehen.
Nach erster Analyse gehe ich davon aus, dass die Achse in den Buchsen (9) festgegammelt war und sie so axial zum Motor bzw. Rahmen bloickiert hat, ist letztendlich aber auch fast egal.

Was mich allerdings wirklich wundert, ist die Tatsache, dass auf der linken Seite das äußere Lager fehlt :O
Ich werde das Ganze jetzt die Tage mal ordentlich säubern und in Augenschein nehmen, aber ich denke fast, dass ich die Lager bei der Gelegenheit mal pauschal tausche.
Auch die Schwingenachse hat etwas gelitten, es haben sich leichte Absätze eingearbeitet, da komme ich gerne auf dein Angebot zurück Michael --> bekommst eine PN von mir!

Gibt es bezüglich der Lager irgendetwas spezielles zu beachten? Den Satz mit Dichtungen gibts in der Bucht für ca. 35€...

Viele Grüße
Thomas
Verfasst am: 26.09.17 23:35
distro
Dabei seit: 25.07.2017
Beiträge: 285
"TA-Thommy" schrieb:
...
Gibt es bezüglich der Lager irgendetwas spezielles zu beachten? Den Satz mit Dichtungen gibts in der Bucht für ca. 35€...
...


Dann bist Du da sicher auf der sicheren Seite!

Ansonsten hier ...

https://www.ekugellager.de/hk2016_2

... und hier

https://www.ekugellager.de/20-26-4-baof

Die Sachen sollte man sich aber nur "selber" bestellen, wenn man die genauen Abmessungen kennt. Die lassen sich aber problemlos mit einem Meßschieber anhand der ausgebauten Teile ermitteln.

Nadelhülse: Innen x Außen X Breite (in mm)
Dichtung: Innen x Außen x Breite (in mm)

Zufälligerweise ist die Typenbezeichnung "HK2016" bei den Nadelhülsen auch auf den Produktabbildungen bei einigen Teileversendern zu erkennen.icon_wink.gif

Also hier ...

https://images.cmsnl.com/img/products/needle-brg_big91071KS6004-01_bcdc.jpg

... oder hier:

https://www.cmsnl.com/products/dust-seal-20x26x4_91254ks6003/#.WcrHKtEW6M8

Mengen beachten:

4 Lager
2 Dichtungen
-------------
ca. 20 Euro

Viele Grüße
Dirk

(Ganzjahresfahrer / ... unverbesserlich)
Verfasst am: 26.09.17 23:35
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1312
... die ersten Transen hatten Schmiernippel an den Schwingenteilen, das ist aber durch Einsatz der Dichtungen entfallen. Anfangs haben etliche Transetreiber Schmiernippel nachträglich eingebaut, aber das scheint außer Mode gekommen zu sein, schon lange nichts mehr von solchen Aktionen gehört.

Wenn Du derart an der Schwingenlagerung hast werkeln müssen, rate ich in jedem Fall zu vollständigem Ersatz aller Teile. Einschließlich derjenigen an der Umlenkung.

Wenn eine Dichtung fehlt, wars wahrscheinlich wie bei mir, ich hatte die letzte der (gebrauchten) Scheiben ums Verrecken nicht rein gebracht und schlußendlich weggelassen.

H.