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Umlenkung - Lager austreiben

Autor Nachricht
Verfasst am: 01.06.17 19:15
TA-Thommy
Themenersteller
Dabei seit: 13.05.2017
Beiträge: 24
Hallo zusammen!
Ich habe an meiner Transalp die Tage das (Original-)Federbein samt Umlenkung ausgebaut, da ich diesem nach meinem Island-Urlaub letztes Jahr mal etwas neues Fett gönnen wollte.
Der Ausbau und die Zerlegung haben bis auf die letzte Buchse direkt am unteren Ende des Federbeins problemlos geklappt. Nur diese letzte Buchse war ziemlich festgegammelt. Beim Ausdrücken der Buchse sind mir dann gleich die trockenen und angegammelten Nadeln aus dem Lager mit herausgefallen. Spätestens ab da stand für mich fest: Lager raus und neue rein!
Durch Zufall hatte ich noch einen Bolzen mit fast perfektem Durchmesser zum Austreiben in der Werkstatt liegen. Allerdings bewegte sich die Buchse kein Stück. Nächster Versuch: Temperatur! Also komplette Umlenkung bei 250°C in den Ofen und gut durchheizen lassen. Danach wieder in den Schraubstock und versucht mittels WD40 die Lagerbuchse von innen abzukühlen. Danach wieder Schläge. Immer noch keine Bewegung. Was ich allerdings geschafft habe: Bei der ganzen Hämmerei habe ich die Ränder auf beiden Lagerseiten scheinbar mürbe geklopft, diese sind letztlich fast komplett abgebrochen.
Nun meine Frage: Wie bekomme ich den Rest der Buchse aus meiner Umlenkung, sodass ich ein neues Lager einsetzen kann?
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/imag12555w96evusam.jpg

Schonmal Danke für die Hilfe!
Thomas
Verfasst am: 01.06.17 19:35
m.w.
Dabei seit: 02.09.2016
Beiträge: 77
hey!
beim Lenkkopflager schneidet man die Lagerschale gerne vorsichtig mit dem Dremel ein. dann ist die Spannung raus und das Ding kommt.

Ciao,Marcus
Verfasst am: 01.06.17 19:45
TA-Thommy
Themenersteller
Dabei seit: 13.05.2017
Beiträge: 24
Ich bin mir nicht sicher, ob man da vernünftig ran kommt, die Lagerschale ist ja nur so ein dünnes (ca. 0,5mm) Blech. Ich würde ungern in das Gussteil schneiden, da dann der Sitz für das neue Lager direkt verhunzt ist. Aber einen Trockenversuch ist es vielleicht wert!
Hat das schonmal jemand ausprobiert an der Stelle?

Grüße,
Thomas
Verfasst am: 01.06.17 20:27
Michael1972
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 6365
Gehste zu ner Werkstatt wos ne Hydraulikpresse gibt, die Klopferei ist ja ganz nett, aber spätestens beim Einpressen, solltest eher Pressen und nicht Klopfen
Verfasst am: 02.06.17 06:57
ruezi
Dabei seit: 30.04.2014
Beiträge: 466
Absolut richtig - ohne Presse wird das eine Sauerei und du machst dir mehr kaputt als es die Kosteneinsparung Wert ist. Für die Presse ist das 15 Minuten Arbeit für alles...

420.000 Zweiradkilometer lügen nichticon_smile.gif

https://ruezi.jimdo.com/
Verfasst am: 12.06.17 22:32
TA-Thommy
Themenersteller
Dabei seit: 13.05.2017
Beiträge: 24
Kleines Update:
Aufgrund Zeitmangels in den letzten Tagen (nächste Woche gehts in den Urlaub und zum TÜV musste sie vorher auch noch) habe ich mir in der Bucht ein gebrauchtes Federbein mit Umlenkung geschossen. Das Ganze neu gefettet und mit meinem alten Federbein zusammen eingebaut. Funktioniert soweit!
An das Auspressen des Lagers entsprechend euern Tips werde ich mich dann nach meiner Tour Ende Juli machen.

Viele Grüße,
Thomas
Verfasst am: 13.06.17 07:01
picasso
Dabei seit: 04.01.2012
Beiträge: 678
Bekommst du ein schmales Metallsägeblatt durch die Buchse? Ich habe den Außenring (Querlenker der Trabant Vorderachse) immer vorsichtig durchgesägt. Schäden am Gehäuse sind fast komplett vermeidbar.

2005er RD11 - Schwarzfahrer!