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Ventilspiel kontrollieren - Dichtung immer neu?

Autor Nachricht
Verfasst am: 03.10.19 20:40
CouchRider
Themenersteller
Dabei seit: 21.05.2019
Beiträge: 34
Moin,
die erste Saison hat meine neue Transe gut gemeistert. Keine Probleme und überall gut angekommen. Allerdings klackert der Motor ein wenig. Die Ventile müssten wahrscheinlich mal eingestellt werden. Ein Projekt für die kalte Jahreszeit....

Jetzt meine Frage: Müssen die Dichtugnen jedesmal neu, oder kann ich die alte wieder benutzen, sofern nicht spröde / rissig? Es scheinen ja Gummidichtungen zu sein. Wenn man die alten nutzen kann, würdet ihr zusätzliche Dichtungspaste nutzen, oder pur & sauber wieder drauf?

Einen Zylinderkopf am Motorrad öffne ich zum ersten mal, denke aber dass ich das mit Hilfe des Werkstatthandbuches schaffe :)

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.10.2019 um 21:54.]
Verfasst am: 03.10.19 22:21
Ac-Tom
Dabei seit: 01.03.2014
Beiträge: 84
Hi,
Zum Ventile einstellen musst du nicht den ganzen Zylinderkopf öffnen sondern lediglich kleine "Luken" am Motor, ja du hast Recht es handelt sich bei allen Dichtungen um Gummidichtungen, die du falls unbeschädigt problemlos wieder verwenden kannst. Auf der Technikseite der Homepage ist das alles Recht gut beschrieben. Zusammen mit einem WHB hat es bei mir vor 2 Jahren problemfrei funktioniert, ist nur ein wenig fummelig bei eingebautem Motor.

s

Ich wünsche viel Erfolg und bis es soweit ist gute Fahrt.
Gruß Thomas
Verfasst am: 04.10.19 10:24
Daniel-Freiburg
Dabei seit: 01.11.2018
Beiträge: 11
Hi CouchRider,

ich habe auch gerade meine erste TA-Saison (PD10) bewältigt bzw. bin noch mitten drin :)
Das Ventilspiel habe ich im Rahmen der ersten Inspektion direkt nach Kauf im letzten Winter kontrolliert und im Vorfeld schon zwei neue Ventildeckeldichtungen gekauft.

Konnte sie aber nicht verwenden, da der Platz zum Abnehmen der Ventildeckel bei eingebautem Motor und Kühlwasserschläuchen nicht ausreicht. Hätte mich vorher im Forum schlau machen sollen :) Daher bin ich auch über die kleinen Luken gegangen – stimmt, die Fummelei ist schon arg – bin ich von meiner alten CB250 nicht gewohnt…

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Gummidichtungen öfter verwenden kann. Vor dem Festschrauben öle ich sie immer leicht ein.

Allerdings ist im Laufe der Saison der O-Ring am Deckel Kurbelgehäuse, links (zum Drehen der Kurbelwelle) undicht geworden; habe dann notdürftig mit Teflonband abgedichtet.

Je nachdem wie alt Deine TA ist bzw. wie lange die Gummis schon im Einsatz sind, würde ich ggf. Ersatz bereithalten. Ich werde mir jedenfalls neue O-Ringe bestellen (2x Kurbelgehäuse links groß und klein sowie für alle 4 Wartungsdeckel).

Auch von mir viel Erfolg und gute Fahrt
Gruß Daniel

Verfasst am: 05.02.20 03:32
khyal
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 26
Den Deckel vom Kurbelgehaeuse must Du nicht oeffnen (ist ja auch haeufig der Imbus rund), wenn Du einen Hauptstaender hast.
5. Gang rein, Motor mit HR durchdrehen...
Verfasst am: 05.02.20 06:55
klausi33
Dabei seit: 05.12.2012
Beiträge: 3514
"Ac-Tom" schrieb:

Hi,
Zum Ventile einstellen musst du nicht den ganzen Zylinderkopf öffnen sondern lediglich kleine "Luken" am Motor, ja du hast Recht es handelt sich bei allen Dichtungen um Gummidichtungen, die du falls unbeschädigt problemlos wieder verwenden kannst. Auf der Technikseite der Homepage ist das alles Recht gut beschrieben. Zusammen mit einem WHB hat es bei mir vor 2 Jahren problemfrei funktioniert, ist nur ein wenig fummelig bei eingebautem Motor.

s

Ich wünsche viel Erfolg und bis es soweit ist gute Fahrt.
Gruß Thomas




Den Zylinderkopf muß man sowieso nicht runternehmen, das wäre auch sehr kontraproduktiv.

Es genügt die Öffnungen am Ventildeckel aufzumachen.
Ist etwas Fummelei, geht aber zum Einstellen der Ventile.

Wie schon erwähnt Hinterrad anheben ( geht am Besten mit Hauptständer, hat man keinen dann Seitenständer und Wagenheber unten ran )
Rad im 5. Gang drehen und so auf OT stellen.
Dazu muß man nur die obere Schraube des Kurbelgehäuses rausnehmen. Die geht leichter.

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.2020 um 06:55.]

www.klausmotorreise.com
Verfasst am: 05.02.20 09:07
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1444
Apropos Deckel Kurbelwelle ...

in älteren WHBs stehen bei den Anzugsdrehmomenten ganze 20 Nm für das Deckelchen, das nicht mehr als nur dicht zu sein hat und sich natürlich nicht los vibrieren darf.

In späteren Ausgaben und bei anderen Modellen, z.B. meine ST 1300 (gleiche Teilenummer!) sind nur noch 10 Nm angegeben und das reicht wahrlich völlig aus.

Nicht vergessen den Ring zu ölen (steht auch im WHB) und dann hat man beim Öffnen auch keine Probleme.

Und wenn schon Probleme weil Sechskant rund und man will den Deckel los schrauben, dann keinesfalls bohren! Mit Schraubendreher oder kleinem Elektrikermeißel und Hammer auf die obere Kante schlagen. Dann ist er zwar offen, aber mindestens unschön verdengelt bis unbrauchbar. Aber der Sechskant ist ja auch kaputt, neuer Deckel und gut ist. Nennt man Lehrgeld.

H.

Nachtrag: wer das Hinterrad bemüht, sollte je 1 Zündkerze raus schrauben, dann gehts noch leichter.

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.2020 um 09:09.]
Verfasst am: 05.02.20 09:31
ta-rider
Dabei seit: 23.09.2011
Beiträge: 623
Stimmt am Hinterrad drehen und die Dichtungen vor dem verschliessen etwas einölen. Hier gibt es zwei kleine Videos zum Ventilspiel prüfen. Das mit der Fühlerlehre ist bischen fummelig aber klappt schon...vorne reicht es den rechen Kühler zu lösen und etwas zur seite zu klappen:

http://www.adventure-travel-experience.de/?report=honda_transalp

Viel Erfolg :)