Anmelden


- Kennwort vergessen? - Benutzer registrieren

Willkommen im Transalp-Forum!

Du musst angemeldet sein, um hier schreiben zu dürfen: Account anlegen

Ligurischer Grenzkamm

Autor Nachricht
Verfasst am: 02.07.18 08:34
picasso
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2012
Beiträge: 690
Hi

Ich hätte diesen Sommer eventuell die Gelegenheit für eine gute Woche Motorradtour.
Wir schwebte ja schon immer der Ligurische Grenzkamm vor.

Wer kennt die Pisten, Strecken?
Welche Abschnitte lohnen sich, auf welche kann/sollte man verzichten?

Sind für einen mäßig begabten Offroad-Fahrer Schwierigkeiten mit einer 650er RD11 auf Heidenau und mit SW-Motech-Alu-Koffern zu erwarten?

Wie handhabt ihr das mit dem Sprit?
Wie viel zusätzlich mitnehmen?
Welches Werkzeug und welche Ersatzteile empfehlt ihr auf der Tour?

Viele Frage! Danke für die Antworten

2019er SD08 und 2005er RD11 - Schwarzfahrer!
Verfasst am: 02.07.18 09:16
Magnussen
Dabei seit: 14.01.2015
Beiträge: 22
Hi.
Da bin ich vor zwei Jahren von Nord nach Süd langgefahren. War morgens schon gegen acht Uhr bei der "Mautstelle" am Skilift hinterm Col di Tenda. Bestes Wetter.
Der nördliche Teil der LGKS ist relativ entspannt fahrbar. Der wurde ja sehr stark ausgebaut. Denke mal, dass der Zustand auch jetzt noch so einigermaßen sein wird.
Der südliche Teil ist doch schon anspruchsvoll (bin vorher auch nie groß Offroad gefahren und hab dann in dem Jahr LGKS, Jafferau, Finestre usw. abgefahren). Da gibt es zum Einstieg vom Norden her kommend schon eine sehr rumpelige Passage mit großen Steinen/Platten und Absätzen. Aber so schlimm, wie man das so manchmal liest fand ich das garnicht.
Die Aussicht entschädigt für alle Anstrengungen.

Sprit? Ist eigentlich kein Problem. Bei der 650er reicht das doch für rund 320km. So lang ist die Strecke ja nichticon_wink.gif

Werkzeug und Ersatzteile? Habe immer meine Standardausrüstung mit dabei: Bordwerkzeug, Bowdenzüge, Montagehebel (passen bei der 650er schön unter die Sitzbank), Schläuche und Flickzeug.

Gruß,
Markus

(edit: Schreibfehler beseitigt)

[Dieser Beitrag wurde 2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.2018 um 11:54.]
Verfasst am: 03.07.18 13:15
picasso
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2012
Beiträge: 690
Danke Dir!



2019er SD08 und 2005er RD11 - Schwarzfahrer!
Verfasst am: 06.07.18 16:59
picasso
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2012
Beiträge: 690
So, ab kommenden Donnerstag geht es los. Ich werde in Düren starten und irgendwie nach Süden fahren - bisher ohne Plan. Eifel, Vogesen?
Vielleicht einen Stop in Embrun und durch den Parpaillon fahren?
Mal sehen, wie weit ich komme und wie der Wind steht.icon_smile.gif

2019er SD08 und 2005er RD11 - Schwarzfahrer!
Verfasst am: 06.07.18 18:04
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 4155
Aufpassen im Parpaillontunnel ... da KANN in der ersten Julihälfte noch Eis auf der Fahrbahn (schön versteckt unter knöcheltiefem Schmelzwasser) sein. Ich bin im Juli 2014 vor dem WE der Stella Alpina den Tunnel sicherheitshalber vor der Befahrung 1x zu Fuß abgegangen ... und das war gut so. Es war tatsächlich Eis auf der Fahrbahn, allerdings war ein gut 50-60cm breiter Streifen eisfrei.

Verfasst am: 08.07.18 07:32
kaba-man
Dabei seit: 08.07.2018
Beiträge: 11
Servus!

Ich war vor 3 Wochen in der Gegend, und da war die nördliche Teilstrecke der LGKS zwischen Col di Tenda und Pas du Taranel gesperrt, weil ein Teil der Strasse abgerutscht / verschüttet war. Ob das nach wie vor so ist, wirst du nur vor Ort erfahren. Das gehört für mich aber dazu - wenn man vorher alles genau weiß und kennt und nichts unvorhersehbares passieren soll, kann man besser auf der Crossstrecke rumeiern - wenigstens ein Hauch von "Abenteuer" soll ja dabei seinicon_smile.gif

Das letzte Stück der Auffahrt von Westen / La Brigue zum Pas du Taranel ist etwas knackiger (eher Geröll als Schotter, recht exponiert). Mit Gepäck - puh... Umdrehen nicht ganz einfach, da schmal. Fahrbar ist es aber, auch mit Reiseenduros

Auffahrt von Osten / Monesi zum Pas du Taranel: Als ich vor 3 Wochen da war, war Monesi gesperrt (beide Zufahrten, mit Gittertoren - wenn geschlossen kein Durch- oder Vorbeikommen) - hatte aber das Glück, dass die Bauarbeiter noch da waren und ich deswegen trotzdem durchkam.

Südl. Teil: von Süden kommend die ersten paar km nord-östlich. des Rifugio Allavena ist es ein bisschen anspruchsvoller, aber die Aussicht grandios!

Insgesamt würde ich empfehlen, in Tende das Lager aufzuschlagen und von dort ohne Gepäck in die Berge zu fahren. Wenn du von Norden kommst, würde ich trotz Gepäck über den Col di Tenda fahren statt durch den Tunnel, und dann vom Fort Central über Castelino nach Tende weiter.
Auch die Strecken um Castelino herum finde ich super (vorsicht, der westlichste Loop hat einen recht anspruchsvollen Abschnitt, gleich hinter dem Hochseilgarten)
Landschaftlich super fand ich auch etwas weiter nördlich den Varaita-Kamm und die Maira-Stura-Verbindung...(war vor 3 Wochen allerdings noch nicht passierbar wg. Schnee - wie es jetzt ist???)

@Sprit: volltanken, losfahren - zusätzlicher Sprit ist vollkommen unnötig
@Reifen: imho wird ZU viel Wirbel darum gemacht; solange es nicht durch Matsch oder Sand geht, war der Reifen für mich noch nie der limiterende Faktor im "Gelände". Letztes Mal habe ich einen Schweizer auf seiner GS 1200 A mit Anakee 3 da oben getroffen - der kam auch durch, und der beste Fahrer war das nichticon_wink.gif

Insgesamt: Hinfahren, ausprobieren, Fahren - was der eine mit einer Hand am Lenker fährt, kann für einen anderen zum unüberwindbaren Hindernis werden. Insofern ist es schwierig, Schwierigkeiten zu bewerten, das empfindet jeder etwas anders.

Viel Spass und eine sicherer Reise!

[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.2018 um 07:33.]
Verfasst am: 08.07.18 20:58
picasso
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2012
Beiträge: 690
Oh, danke. Sehr ausführlich. Wenn machbar, werde ich das Gepäck auf einem Campingplatz lassen und nur mit TopCase fahren. Und wenn etwas nicht fahrbar, oder gesperrt sein sollte, egal!
Dann fahre ich eben woanders. Es ist ja überall schön.

2019er SD08 und 2005er RD11 - Schwarzfahrer!
Verfasst am: 16.07.18 22:35
picasso
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2012
Beiträge: 690
Hi

Frage an die Experten: ich bin vorgestern den Col de Parpaillon mit vollem Gepäck gefahren, von der teils matschigen Nordflanke zur gerölligen Südflanke. Es hat ganz gut funktioniert. Das der Heidenau komplett zugesetzt ist, war ein mir neues Erlebniss.
Wie ist die Strecke nun mit der LGKS zu vergleichen? Ähnlich beschaffen, ähnlich anspruchsvoll?

2019er SD08 und 2005er RD11 - Schwarzfahrer!
Verfasst am: 17.07.18 04:01
Gelöschter Benutzer Also ich hab die LGKS mit meiner Frau als Sozia und Heidenau gemacht.
War für mich so kein Problem.

Persönlich würde ich die Route von Nord nach Süd zu fahren empfehlen.

Das sich Heidenau im Matsch zusetzen ist normal.
Nur Echte MX Reifen mit Stollen die Konisch sind tun das nicht.

Verfasst am: 17.07.18 07:35
varakurt
Dabei seit: 26.06.2011
Beiträge: 4155
@picasso
Wenn du nur den Nordabschnitt - also vom Tende bis zum Passo Tanarello fährst, dann ist es deutlich einfacher. Da kann man seit der Restaurierung (und Bemautung) der Strecke eigentlich auch mit einem Straßentourenmotorrad fahren. Da braucht man keine Enduro mit langen Federwegen mehr.

Vom Passo di Collardente nach Süden allerdings ... da wirds schon schwieriger wie über den Parpaillon. Lose, große Steine, grober loser Schotter, Felsstufen tlw. schmal wegen nicht reparierter Hangrutschungen und je nach voran gegangenem Wetter auch stellenweise matschig .... die neue Herausforderung ist im Gegensatz zu früher der Südabschnitt.

Ich hab, wenn ich dort in der Gegend unterwegs war, immer einen Mitas E-09 od. Mitas E-10 drauf gehabt. Ich halte vom Heidenau nicht viel - auch wenn er immer und überall empfohlen wird. Ist net Fisch und net Fleisch.