Warme Finger

Wer in der kühlen Jahreszeit unterwegs ist oder auch im Sommer durch die Berge fährt, weiß sicher, wie schnell die Finger kalt werden können. Aber nicht nur die Kälte ist unangenehm, durch die steifen Finger werden auch die Reaktionszeiten beim Bremsmanöver verlängert und das beeinflusst die Verkehrssicherheit negativ.

Erste passive Maßnahme, um den kalten Wind von den Fingern wegzuleiten, ist die Montage von Handprotektoren, die bei den meisten Enduros serienmäßig verbaut sind und die Hände vor dem Wind mehr oder weniger gut schützen. Eine andere Möglichkeit ist die, sogenannte Lenkerstulpen zu montieren, die wie übergroße Handschuhe komplett über die Lenkerenden gezogen werden. Leider sind diese sehr unförmig und gewöhnungsbedürftig, außerdem werden u. U. durch den Fahrtwind die Stulpen gegen Brems- und Kupplungshebel gedrückt, so dass man mit leicht schleifender Kupplung oder Bremse unterwegs ist.

Eine aktive Maßnahme gegen kalte Finger sind heizbare Griffe oder heizbare Handschuhe. Zu empfehlen sind z. B. die zweistufigen Heizgriffe, die es u. a. bei Hein Gericke oder Louis gibt. Diese haben aber den Nachteil, dass man sie nur auf zu heiß oder zu kalt einstellen kann. Die beiden Schaltstufen START und ON schalten einmal die beiden Widerstandsdrähte in den Heizgriffen in Reihe (Gesamtwiderstand groß = lauwarm) bzw. parallel (Gesamtwiderstand klein = heiß). Das führt dazu, dass man während der Fahrt ständig den Schalter zwischen ON und START hin und her schaltet, damit die Finger nicht zu kalt werden, bzw. man sich selbige nicht verbrennt. Abhilfe bringen die nachfolgend beschriebenen Regler, mit denen sich die Temperatur stufenlos einstellen lässt.

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