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PD06 Bj. 1988 Laderegler/LIMA/Batterie Problem

Autor Nachricht
Verfasst am: 23.07.18 08:59
hiars
Themenersteller
Dabei seit: 01.05.2018
Beiträge: 14
Liebe Transalp-Gemeinde,


Ich habe ein seltsames Problem und finde den Fehler nicht...

Batterie (voll geladen) wird während der Fahrt schnell leer. (Batterie laut Öamtc und meinem Ladegerät voll in Ordnung). Und Laderegler brennheiß!

Darum habe ich mit dem Voltmeter die Ruhespannung und Ladespannung gemessen (Leerlauf/2000/5000 U/min)

Jeweils einmal ohne Licht und einmal mit Licht.

Ergebnis: Ohne Licht läuft alles perfekt: 12,5 V und beim Gas geben geht die Spannung auf 14V rauf.
Mit Licht sinkt die Ruhespannung unter 12V und kommt auch bei höherer Umdrehungszahl nicht mehr über 12V.
Mein Rückschluss: Laderegler muss kaputt sein!

Also habe ich mir einen gebrauchten für 50 Euro besorgt. Eingebaut und siehe da: Alle Werte, wie sie sein müssen. Batteriespannung mit Licht bei 14 V! :)


Am nächsten Tag am Heimweg vom Büro. wird die Leerlauf-Lampe immer schwächer und daheim konnte ich nicht einmal mal mehr neu starten (Ruhesp. bei ca. 11V, Laderegler wieder brennheiß)


Diesmal habe ich auch die 3 gelben Kabel der LIMA mitgemessen. (kein Masseschluss in den Wicklungen, jeweils 0,3 Ohm und bei 5000 Umdrehungen 50V) Die Batteriespannungswerte sind auch wieder beim Alten :(

Irgendwelche Tipps, was ich bei der LIMA noch messen könnte?/was sonst das Problem sein könnte?

Bitte um eure fachkundige Hilfe!!!

LG Mathias






PD06 BJ 88 ~80000 km
Verfasst am: 23.07.18 09:36
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1296
Zunächst einmal verwechselst Du da etwas!

Ruhespannung ist die Spannung der Batterie IN RUHE, ohne jeden Verbraucher, nach Laden und etwa 2 Std. Standzeit.
Deine Messungen sind insoweit hinfällig.
Dass ein Regler dieser Bauart heiß wird, ist normal. Er "verbrennt" schließlich im Überschuß produzierte Energie.

Die sonstigen Ergebnisse muss ich mir später reinziehen, habe jetzt keine Zeit.

H.

Nachtrag:
Wie hast Du die 50 V an der Lima gemessen? Das ist Wechselspannung, die 3 Gelben misst man gegeneinander, nicht zur Masse hin.

Nachtrag 2:
Verwende für das Messen dieses Protokoll von ManfredK:
http://www.honda-board.de/vb/threads/48898-Selbsterregtes-Ladesystem-pruefen-%28von-ManfredK%29


[Dieser Beitrag wurde 3 mal bearbeitet, zuletzt am 23.07.2018 um 09:42.]
Verfasst am: 23.07.18 11:02
hiars
Themenersteller
Dabei seit: 01.05.2018
Beiträge: 14
Erstmal vielen Dank Horst für deine Antwort!

Das mit der Ruhespannung war ein Tippfehler.


Die 50 V habe ich zwischen den gelben Kabeln gemessen (jeweils 3 Messungen bei Wechselspannung)


Bei der Messung hatte ich bereits diese Messanleitung als Grundlage. (Habe aber leider keine externe Stromquelle um den Laderegler zu messen.)



PD06 BJ 88 ~80000 km
Verfasst am: 23.07.18 12:07
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1296
"hiars" schrieb:

...
Jeweils einmal ohne Licht und einmal mit Licht.

Ergebnis: Ohne Licht läuft alles perfekt: 12,5 V und beim Gas geben geht die Spannung auf 14V rauf.
Mit Licht sinkt die Ruhespannung unter 12V und kommt auch bei höherer Umdrehungszahl nicht mehr über 12V.
Mein Rückschluss: Laderegler muss kaputt sein!
...



... evtl ein Trugschluß!
Wenn mit Licht das Ding das Spinnen anfängt, könnte es ja auch sein, dass in den entsprechenden Leitungen ein zu hoher Widerstand durch den Kupfer-Gilb besteht.
Aber im Kontext zu der Tatsache, dass der Regler so heiß wird (wie heiß wirklich, schon mal mit IR gemessen?) und die Batterie platt gemacht wird durch den Betrieb, unterstelle ich eher, dass die Batterie erst gar nicht geladen wird über das System und Du nur auf der Batterie rum nudelst. Dann würde auch kein Puffer mehr bestehen und der Regler müsste alles verbraten, was nicht zum Betrieb verbraucht wird resp. gar nicht erst abgenommen wird.

Es gibt Batterien, auch neue (!), die ums Verrecken keine Ladung annehmen. Die zeigen zwar eine Spannung an, haben aber kaum Kapazitäten.
Also erst mal die Batterie ausbauen (!) und extern 8 - 10 Std. ans Ladegerät mit 1 A Ladestrom oder 4 A Schnellladen (zu vermeiden, wenn es geht), dann 2 Std. stehen lassen und dann die Spannung messen. Kapazitätsmessungen kann man mit unseren beschränkten Schraubermitteln kaum machen, da müsstest Du zu einem Bosch-Dienst o.dgl., aber dann kannst Du Dir auch gleich eine neue Batterie kaufen und sparst wahrscheinlich noch Geld.
Ich nehme an, Du hast eine normale Säurebatterie, da kann man vorsorglich auch das spez. Gewicht der Flüssigkeit messen (richtiger Flüssigkeitsstand vorausgesetzt):
Säuredichte Ungefährer Ladezustand
1,28 g/cm³ 100 %
1,24 g/cm³ 50 %
1,10 g/cm³ 0 %

H.
Verfasst am: 23.07.18 13:19
hiars
Themenersteller
Dabei seit: 01.05.2018
Beiträge: 14
zur Temperatur des Ladereglers: Der ist binnen 2-3 Minuten so heiß, dass man sich die Finger verbrennen würde. (Temp.-Messer hab ich keinen)

Das die Batterie, auf Grund von mangelnder Ladefähigkeit, an alldem Schuld ist, wäre prinzipiell möglich. Aber als beim ersten Mal der Öamtc da war. Hat mir der nette gelbe Engel 20 min lang meine Batterie geladen und hat gemeint, das sie gut läd. (normale Säurebatterie)

Hab sie nun auch schon 2 Mal ausgebaut und mit 1 A aufgeladen (11,0 V Tiefststand vor dem Laden bzw. 12,7 V dannach).

Die Sache mit dem hohen Widerstand klingt da für mich schon plausibler. Daran habe ich noch gar nicht gedacht..
ich werde heute Abend mal die Leitungen für die Lichter durchmessen. Vl. finde ich ja sogar irgendwo in der Reperaturanleitung die passenden Ohm-Werte...

Falls nicht: Was wären denn plausible Wiederstandswerte für Abblend- und Rücklicht inkl. Leitung hin und Retour?



PD06 BJ 88 ~80000 km
Verfasst am: 23.07.18 15:22
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1296
Der Widerstand der Kupferleitungen geht gegen Null.
Widerstände entstehen ganz überwiegend an den Übergängen, also an den Birnen selbst, den Fassungen, den Relais. Wenn die Litze schwarz-grün-pulvrig weiß aussieht, hat sich Feuchtigkeit, ggf sogar Salzwasser reingezogen und zerfrisst sie. Gilt auch und gerade für die Masseleitungen und die Batteriekabel. Wenn das festzustellen ist, ist die Frage, weit weit das rein geht. Wo es geht, abkratzen, wo man nicht beikommt, kann man es mit einem Spay á là Kontakt60 versuchen.

Wie schnell der Regler "glüht", kann ich Dir mangels eigener Erfahrung aus den letzten 61 Jahre nicht sagen, aber theoretisch ist es so, dass die alte Transe noch die "große" Lima mit 350 Watt hat, das sind dann bei 12 V ca. 10 A / 5.000 U/min, wenn sie die SollSpannung bringt, halt etwas weniger.
Konzentriert auf eine kleine Fäche, geht da schon die Post ab. Vergleiche es mal mit einer 100W-Birne im Haushalt oder einer Scheinwerferlampe am Fahrzeug und die hat nur 55 W, da langst Du innerhalb Sekunden auch nicht mehr dran, ohne Dir gehörig die Knochen zu verbrennen.


Im Honda-Forum war vor ein paar Tagen ein sehr interessanter Beitrag zu dem Thema, ich versuche es wieder zu finden.

H.
Verfasst am: 23.07.18 15:51
subbiker
Dabei seit: 17.05.2014
Beiträge: 456
Der sicherste Weg ist es am Mopped ein Voltmeter anzubauen. Am besten mit separaten Leitungen direkt an der Batterie anschließen. Natürlich über eine Sicherung und über einen Relaiskontakt. Das Relais mit Zündungsplus erregt. Einfach mal nach wasserdichtes Voltmeter googeln.

Damit hast Du jederzeit die Bordspannung und somit die Funktion des Reglers unter Kontrolle. Da die TA nun mal keine Ladekontrolllampe hat, halte ich das Voltmeter für sehr sinnvoll. Die Normalwerte hat man sich sehr schnell eingeprägt.

Sinkt die Bordspannung unter die Ruhespannung der Batterie, wird Strom aus der Batterie gezogen, also entladen.
Ist die Spannungsanzeige höher als die Ruhespannung, so fließt ein Ladestrom durch die Batterie. Das geht gar nicht anders.

Kritische Werte sind bei Drehzahlen über ca. 3500U/min.
<13V und >14,8V.

Diese Extremwerte treten auf, wenn ein Reglerdefekt vorliegt. Wobei es so ist, daß der Regel auf zwei Arten den Dienst quittieren kann.
Entweder er stellt zu wenig Spannung bereit. Was der günstigste Fall wäre. Die Kiste bleibt dann eben nur irgendwann stehen.
Oder es wird eine zu hohe Spannung geliefert. Was meist zur Folge hat , daß diverse Verbraucher zerstört werden. Das ist die teure Variante!

Der Regler darf, wenn alles in Ordnung ist auf keinen Fall so heiß werden, wie Du beschreibst. Es stimmt auch nicht, daß die gesamte überflüssige Energie über dem Regler verbraten wird. Der Regler schließt praktisch bei Sollspannung die Wechselspannung kurz. Der Großteil der Energie wird in der Lichtmaschinenwirkung in Wärme umgesetzt und über das Öl gekühlt. Der geringere Energieanteil wird im Regler in Wäre umgesetzt, was aber keinesfalls zur beschriebenen Erwärmung führen darf. Dennoch ist Wärme der Hauptfeind des Reglers und man sollte auf gute Kühlung achten.

Klaus



Ich fahre zwar keine TA, sondern eine AT(RD07a >100 Tkm). Habe aber die TA(PD10>100Tkm) meiner Frau in Dauerpflege.
Verfasst am: 23.07.18 16:43
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1296
"subbiker" schrieb:

...
Der Regler darf, wenn alles in Ordnung ist auf keinen Fall so heiß werden, wie Du beschreibst.
...



Klaus, Du hast ja Recht, aber Du schreibst es selbst - wenn alles in Ordnung ist!
Und was wenn nicht? Und davon ist ja wohl auszugehen. Und das könnte sowohl den Reglerteil wie auch den Gleichrichterteil betreffen. Oder beide zusammen.
Meine Idee einer Batterie, die keine Ladung annimmt, ist ja nur ein "Hilfs-Klimmzug" um das merkwürdige Verhalten einigermaßen zu erklären. Habe ich übrigens bei Dutzenden von Batterien erst einmal erlebt. Und das war eine nagelneue Honda-Batterie, die ob ihrer Fehleranfälligkeiten vor Jahren einen sehr schlechten Ruf hatten.

H.

H.
Verfasst am: 23.07.18 17:28
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1296
"subbiker" schrieb:


... Es stimmt auch nicht, daß die gesamte überflüssige Energie über dem Regler verbraten wird. Der Regler schließt praktisch bei Sollspannung die Wechselspannung kurz. Der Großteil der Energie wird in der Lichtmaschinenwirkung in Wärme umgesetzt und über das Öl gekühlt. Der geringere Energieanteil wird im Regler in Wäre umgesetzt, was aber keinesfalls zur beschriebenen Erwärmung führen darf. Dennoch ist Wärme der Hauptfeind des Reglers und man sollte auf gute Kühlung achten.

Klaus





Naja, in dem Dokument von ManfredK stehts ja drin und wer mehr wissen will, kann das hier lesen:
http://www.fireblade-forum.de/index.php?thread/44129-elektrikproblem-leckstrom/ ,
mindestens aber seinen Beitrag Nr. 10


H.
Verfasst am: 23.07.18 17:37
subbiker
Dabei seit: 17.05.2014
Beiträge: 456
Genau!!! Besonders die erste Zeile.

Ich fahre zwar keine TA, sondern eine AT(RD07a >100 Tkm). Habe aber die TA(PD10>100Tkm) meiner Frau in Dauerpflege.