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PD06 Reanimation mit Tücken

Autor Nachricht
Verfasst am: 27.01.20 16:34
Cruiser
Themenersteller
Dabei seit: 26.01.2020
Beiträge: 2
Mein ersten Beitrag hier... ! Kurz zu mir: Habe Schrauben mal gelernt und betreibe es zu 99% erfolgreich besonders an Motorrädern seit fast 20 Jahren. Ich behaupte also, das ich mich ganz gut auskenne und doch wird man ja immer wieder vor Herausforderungen gestellt und das ist diesmal eine PD 06 von 95 die viele Jahre gestanden hat.Beim ersten Versuch mit frischem Sprit aus dem Werkstttank lief sie Prima, nahm gut Gas an, hatte aber keinen Leerlauf.
War mir schon klar, also folgende Maßnahmen.
Vergaser zerlegt, alle Düsen ausgebaut und gereinigt, besonders die Mischdüse mit den 5 bzw. 10 Bohrungen, denn die sind ja beidseitig. Nadeln und Membrane geprüft, Aircutventile geprüft und Alles wieder zusammengebaut und die Vergaser auf neue Ansaugstutzen montiert. Chokekolben sind blitzeblank und leichtgängig, O-Ringe an den LLG Schrauben in Ordnung. Luftfilter wie neu.
Neuer Startversuch und siehe da, perfekter Leerlauf, nur jetzt schlechte Gasannahme und Patschen.
Ok, wieder raus, Vergaser erneut zerlegt und ins Ultraschallbad, wobei das augenscheinlich nicht nötig war, Vergaser sehen aus wie neu. Kompression geprüft, auf beiden Zylindern sehr gut, 4 neue Kerzen rein und mit wieder montierten Vergaser der nächste Versuch. Springt super an, Choke wirkt und geht auch raus, aber beim Gasgeben immer wieder verschlucken, als ob nicht genug Sprit ankommt. Hier übrigends alle Verdächtigen geprüft und Spritversorgung aus Werkstatttank unter der Decke bei verschlossenem Unterdruckanschluss für die Leitung zum Hahn. Bei eine kurzen Probefahrt kommt keine Leistung auf. Auf der Zündseite ist auch alles geprüft. Also nochmal in die Vergaser und nochmal Alles mit Pressluft bearbeitet und die Bohrungen im Mischrohr besonders gründlich mit Düsenahle gereinigt. Damit springt sie perfekt an (mit Choke) wie es sein soll, das Patschen ist weg, aber die Gasannahme war immer noch nicht zufriedenstellend.Ok, erstmal warmlaufen lassen. Ohne Luftfilter läuft die Transe ja mal garnicht. Wie hier mal irgendwo gelesen habe ich einen Schuß Bremsenreiniger in den Ansaugtrackt geschickt um mal zu sehen, ob das Gemisch eher zu mager, oder zu Fett ist und siehe da, ab dem Moment hat sie perfekt Gas angenommen. Nach einer Pause wieder auf den Knopf gedrückt (brauch den quasi nur ansehen) und sie läuft mit perfektem Leerlauf und nimmt Gas an.
Jetzt lasse ich sie mal wieder bis morgen total abkühlen und schau mal wie es dann aussieht.

Hat Jemand eine Idee was es gewesen ist, oder was ich noch nachsehen kann ? Hat die Transe eine eher lange Warmlaufphase ?

Achso, lt. Brief war die Gute mal gedrosselt, ist aber Alles durchgestrichen. Habe auch keine Blenden im Ansaugtrakt, oder andere Düsen gefunden.

Bisher kannte ich die Transe als absolut problemloses Bike und nicht als so eine Zicke. Habe hier viel zu dem Thema gelesen und bin offenbar nicht der Einzige, der dieses Problem hat / hatte.
Auf jeden Fall bin ich jetzt geübt in Sachen Vergaser und Luffi Ein- und Ausbau und hoffe, das die Karre nach kalter Nacht wieder so gut läuft.

Ich werde berichten... ! Weitere Hinweise sind trotzdem willkommen und vlt. war mein Beitrag ja auch irgendwie nützlich.




Verfasst am: 27.01.20 20:31
horst.w
Dabei seit: 24.06.2011
Beiträge: 1448
Wie voll oder leer ist denn der Tank? Dieses Einknicken der Leistung könnte durchaus ein Zeichen dafür sein, dass der Benzinhahn auf Voll steht statt auf Reserve. Wenn die 95er noch einen echten Benzinhahn hat (???).

Leerlauf-Gemischschraube: leicht aufsitzen lassen und dann für die Grundeinstellung 2 1/2 Umdrehungen raus.

Wenn der Schuß Bremsenreiniger nicht ein vergessenes Operationstuch o.dgl. weg geblasen hat, kann das eher nur Zufall sein (m.M.). Die Vergaser sind zwar selbstentlüftend, aber eine Luftblase könnte sich in den Kanälen gefangen haben und durch die stark erhöhte Drehzahl und dementsprechend Unterdruck mag sich das reguliert haben, evtl auch ein verklemmter Unterdruckkolben, der sich dadurch gelöst hat (geraten).

H.


[Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.2020 um 20:33.]
Verfasst am: 28.01.20 08:07
Franz-Manfred_Schuengel
Dabei seit: 28.06.2011
Beiträge: 310
Ich würde vermuten, sie läuft zu fett oder zu mager. Leicht zu prüfen, einfach den Choke reinmachen - sie läuft dann noch verschissener (wenn zu fett) oder ein bisschen besser (wenn zu mager). Vermutlich zweiteres, dann kriegt sie zu wenig Sprit oder zieht Nebenluft. Der Sprithahn hat Membranen, die durch Unterdruck geöffnet werden - oder eben nicht mehr richtig, wenn sie ein Loch haben. Gibt es für schmales Geld einen Reparatursatz für. Und das schwarze Plastikteil unter dem Tank, welches das Luftfiltergehäuse mit den Vergasern verbindet, sollte auch mal angeschaut werden - da sind Klebenähte dran, die sich nach ein paar Jahrzehnten manchmal verabschieden > Falschluft > Symptome.

Viel Erfolg, Manfred

Verfasst am: 28.01.20 15:17
Cruiser
Themenersteller
Dabei seit: 26.01.2020
Beiträge: 2
So, nach einer kalten Nacht ist der Motor mit einem Tip auf den Anlasserknopf und mit Choke perfekt angesprungen und rund gelaufen. Nach kurzer Chokephase nimmt der Motor jetzt auch ohne Mucken Gas an. Offenbar habe ich den Fehler beseitigt, ohne genau zu wissen wo der war. Ich vermute als Ursache die Bohrungen im Mischrohr, wenn die nicht 100% offen sind, macht ein Motor Theater, einen Ähnlichen Fall hatte ich mal bei eine kleinen Yamaha TTR, da war es auch das Mischrohr.